GenderCamp 2014 (28.-30.11.2014)

BARCAMP FÜR FEMINISMUS (IN DER DIGITALEN GESELLSCHAFT)

gc logo

ANMELDUNG AB SOFORT

Das GenderCamp ist eine politische Bildungsveranstaltung rund um Feminismus – Queer – Gender – Netzkultur – soziale Netzwerke – Netzpolitik – digitales Leben. Es lehnt sich am Prinzip des „BarCamps“ an. Im November 2014 findet es zum vierten Mal im ABC Bildungs- und Tagungszentrum in Hüll bei Hamburg statt.

IST DAS WAS FÜR MICH?

Zielgruppe des GenderCamps sind alle, die sich für die Schnittstellen von Queer-/Feminismus und Netzkultur interessieren: Leute, die sich in beiden Welten tummeln sowie queer-feministische Szenegänger_innen, die in Netzkultur reinschnuppern wollen und Netzbewohner_innen, die sich intensiver mit Queer, Feminismus und Gender beschäftigen möchten. Du bist Feminist_in und der digitalen Netzkultur/-politik gegenüber aufgeschlossen? Auch dann bist du hier richtig. Wenn ihr euch einen Eindruck vom Gendercamp machen wollt, könnt ihr das Programm von 2010 bis 2013 unter www.gendercamp.de nachlesen oder im Dokumentationsblog (http://blog.gendercamp.de) stöbern.

WAS ERWARTET MICH AUF DEM GENDERCAMP?

Wir wünschen uns, dass das GenderCamp ein Ort des rücksichtvollen Miteinanders ist, an dem sich alle wohlfühlen können. Das passiert aber nicht von alleine, sondern liegt in der Verantwortung aller Beteiligten. Auch während des Camps selbst ist es möglich, sich mit Diskriminierung, dominantem Verhalten und eigenen Privilegien auseinander zu setzen. Die Erfahrungen der letzten drei Jahre haben gezeigt, dass ein absolut geschützter Raum nicht realisierbar ist. Alle Teilnehmenden sind dafür verantwortlich, ihn so gut wie möglich zu schaffen. Wir wollen auch in diesem Jahr Ideen vom Awarenessteam aufgreifen und freuen uns, gemeinsam mit allen Teilnehmenden diese zu ergänzen und um neue Ideen anzureichern. Wir möchten daher vor Sessionbeginn Zeit und Raum geben, um Regeln für ein gemeinsames Miteinander zu erarbeiten.

DAS GENDERCAMP WIRD VON DENEN MIT INHALT UND UMGANG GEFÜLLT, DIE DARAN TEILNEHMEN.

Das Programm des GenderCamps wird größtenteils vor Ort von den Teilnehmenden selbst gestaltet: Jede_r kann in den morgendlichen Sessionplanungen einen Vorschlag machen und bekommt einen Platz im Programm. Ob Diskussionsrunden, Workshops, Vorträge, Filme, Planung gemeinsamer Projekte… vieles ist möglich.Vorab wird es einen Aufruf für Sessions geben. Falls ihr jetzt schon Ideen für Sessions oder Workshops habt, freuen wir uns. Eure Ideen könnt ihr im Forum auf http://www.gendercamp.de vorstellen und diskutieren.

UND WOFÜR SOLL DAS ALLES GUT SEIN?

Das GenderCamp

  • bietet einen Raum, Un-Wissen zusammenzuwerfen, um voneinander und miteinander zu lernen
  • soll Leuten aus queeren/feministischen (Netz)communities die Gelegenheit geben, sich zu treffen
  • freut sich, wenn an den drei Tagen viele neue Ideen entstehen und Projekte angestoßen werden können.

ORT DES GENDERCAMPS: FRISCHE LANDLUFT FÜR NEUE GEDANKEN

Das GenderCamp findet auch in diesem Jahr wieder im ABC Bildungs- und Tagungszentrum in Hüll statt (ca. 75 km nordwestlich von Hamburg). Dort gibt es Wiesen, Kühe und Bauernhöfe. Die Teilnehmer_innen übernachten am Tagungsort selbst. Neben Mehrbettzimmern gibt es begrenzt auch Doppel- und Einzelzimmer (gegen Aufpreis).Dank öffentlicher Zuschüsse kostet die Teilnahme mitsamt drei Übernachtungen und Vollverpflegung nur 50 Euro (35 Euro ermäßigt nach Selbsteinschätzung, 65 Euro Solipreis zur Finanzierung der Ermäßigungen). Kinder können gerne mitgebracht werden (unter 16 Jahren kostenlos). Eine Kinderbetreuung kann gemeinsam organisiert werden. Bitte gebt bei der Anmeldung an, ob ihr Kinder mitbringt und wie alt diese sind. Das Essen verdient eine besondere Erwähnung, denn es wurde stets gelobt und geht auf alle Wünsche und Bedürfnisse ein. Mit den üblichen Tagungsmaterialien ist das Haus auch sehr gut ausgestattet. Barrierefreiheit: Es gibt ein rollstuhlgerechtes Doppelzimmer, alle Tagungs- und Gemeinschaftsräume sind ebenerdig erreichbar. Für weitere konkreten Fragen und Bedarfen sprecht uns bitte an. Wir können leider keine absolute Barrierefreiheit garantieren. Wir versuchen aber Lösungen zu finden.

WER LÄDT EIN?

Wie und von wem das GenderCamp von einem Orgateam aus ehemaligen Teilnehmenden des GenderCamp gemeinsam mit dem ABC organisiert. Das Orgateam sieht sich verantwortlich, die Veranstaltung zu realisieren und freut sich, während des GenderCamps die Verantwortung an möglichst viele zu übergeben. Wenn ihr euch schon jetzt an der Arbeit des Orgateams beteiligen wollt, meldet euch bei uns: gendercamp(at)gendercamp(punkt)de

WAS SONST NOCH WICHTIG IST:

Diskriminierungen und Abwertungen aufgrund von Geschlecht, Sexualität, Alter, Herkunft, Hautfarbe, Körper, Aussehen und Bildung werden auf dem Camp nicht hingenommen! Persönliche Grenzen müssen respektiert werden! Wenn das für Dich nicht selbstverständlich ist, bist Du auf dem GenderCamp nicht willkommen! Das GenderCamp ist eine Veranstaltung der politischen Bildung. Es wird von der Landeszentrale für politische Bildung finanziell unterstützt.

Koordination: OrgaTeam des GenderCamps, Kontakt über www.gendercamp.de Termin: 28. – 30.11.2014 Teilnahmebeitrag: 50 Euro regulär , 35 Euro ermäßigt (Selbsteinschätzung!), 65 Euro (Solibeitrag zur Finanzierung der Ermäßigungen) inkl. Unterkunft und Vollverpflegung

BLEIB’ AUF DEM LAUFENDEN:

Community: www.gendercamp.de // Twitter: @gendercamp / @abc_huell // Facebook:http://facebook.com/abchuell // e-Mail: gendercamp(at)gendercamp(punkt)de

HINWEIS ZUR ANMELDUNG

Wünsche aus dem letzten Jahr aufgreifend, haben wir entschieden, dass es für alle, die nichts anderes angeben veganes Essen geben wir. Andere Wünsche könnt ihr gerne bei der Anmeldung angeben. Bitte schreibt auch (unverbindliche) Sessionideen in das Anmeldeformular.

Anreise, ab 16 Uhr möglich. Wer mit dem Zug Anreisen möchte, sollte möglichst am 28.11. um 18.06 Uhr am Bahnhof in Himmelpforten sein. Die Rückfahrt für den 30.11. kann ab Himmelpforten um 14.56 Uhr geplant werden.

Perspektiven auf Klassismus

Teil 1: Input zu Klassismus

Was ist Klassismus? Diskriminierung auf Grund von Klassenzugehörigkeit

Was ist eine Klasse? In Zusammenhang mit Klassismus verschiedene Theorien sinnvoll denk- und nutzbar, eine Perspektive kann aber auch sein, gerade keinen festen “Klassenbegriff” (akademisch) vorzugeben, sondern stattdessen die Sicht auf Diskriminierungspraktiken und Strukturen in den Mittelpunkt zu stellen (die mehr umfassen als die ökonomische Dimension). Das Wissen um “den richtigen Klassenbegriff” wird damit nachrangig gegenüber der Wahrnehmung klassendiskriminierender Stereotype wie das der “arbeitsscheuen Obdachlosen die selber verantwortlich für ihre Lage sind” oder ähnliche weit verbreitete Vorurteile. Klasse ist ein soziales Konstrukt! Literaturvorschlag: Kemper, Andreas/Weinbach, Heike (2009): Klassismus. Eine Einführung. Unrast.

Sketchnotes zur Klassismus-Session auf dem #GenderCamp 2013

Wenig Auseinandersetzung bislang im deutschsprachigen Raum, in den USA populärer. Dort taucht die Begriffsverwendung Anfang der 1970er Jahre in den Texten der “Furies” auf, eine Gruppe lesbischer Feministinnen, die sich mit classism in sozialen Bewegungen auseinandersetzen.

Betonung des Zusammenhangs zu Sozialisation: Sozialisation beeinflusst Klassenzugehörigkeit, Status Kritik an sozialen Bewegung: Romantisierender Umgang oder sehr akademisch. Romantisierend: Um mit der eigenen sozialen Herkunft zu brechen, kleiden Leute sich “abgerissen” und erheben das zur subkulturellen Norm, während diejenigen mit Arbeiter*innenhintergrund diesen Zuständen vielleicht gerade entkommen wollen und das als beleidigend empfinden können. (Scheinbare) Klassenzugehörigkeit kann nicht von allen gewählt werden - Kritik an denen, die sich Klassen ‘aneignen’ denen andere entkommen möchten. “Wenn Du es Dir selber aussuchen kannst, betrifft es Dich nicht”

Theorietypische Merkmale von Klasse: Ökonomie, Bildungsstand, kulturelle Herkunft Mögliche Klassen: ‘Working Poor’, Unterschicht, Mittelschicht, Oberschicht, Herrschende, bildungsfern, akademisch Folgefrage: Wer definiert, was Bildung ist, was keine Bildung ist?

Klassistische Diskriminierung findet auf verschiedenen Ebenen gleichzeitig statt:     – individuell: z.B., dass Leute mit dem “falschen” Auftreten oder Aussehen ausgeschlossen werden     – institutionell: Institutionen sind so organisiert, dass sie klassistische Hierarchien produzieren: Bildungssysteme, die bestimmte Abschlüsse und Abschlussnoten anhand bestimmter Auswahlkriterien hervorbringen, Arbeitsmarktsysteme, die Leiharbeiterinnen und Reinigungskräfte, CEOs und Manager strukturell hervorbringen     – kulturell: Leistungsideologien: “Jeder kann es schaffen”, “Ich komme auch mit so und so viel Geld im Monat locker aus (bezüglich Verschuldung)”, Zuschreibung von Verantwortlichkeiten an die Betroffenen, Stereotype über Klassen (die seien “aggressiv, ungebildet, dumm, faul…”)

Übungsmöglichkeiten aus dem Social Justice Training (es gibt social justice trainer*innen, die zB Klassismus-Workshops anbieten) - Stereotype reflektieren und aufarbeiten - Biografisch orientierte Übungen, die darauf Bezug nehmen, welche klassenassoziierten Privilegien eins hat (in Haus statt Mietwohnung aufgewachsen, Instrumente gelernt, bestimmte Sportarten betrieben, als Kind eigenes Zimmer gehabt uvm) - Erfahrungen/Beispiele klassistischer Diskriminierung: Wie/wann wurdest Du schonmal klassistisch diskriminiert? Hast Du schonmal klassistische Diskriminierung wahrgenommen? Hast Du selber schonmal klassistisch diskriminiert?

Entscheidung im Plenum zur Diskussion: Klassismus und Feminismus

Teil 2: Diskussion/Meinungen

  • Beispiel Basel: Räume für Obdachlose, die präsent für die Allgemeinbevölkerung sind, werden akzeptiert
  • Ist Klassenzuordnung oder diskriminierendes Verhalten das Problem?
  • Naturalisierung vs. Kulturalisierung als Strategien zur Diskriminierung
  • Verteilungsschere ‘zusammenführen’: Verteilung gleichmäßiger machen, Mittel/Kapital ‘besser’ verteilen
  • Strukturproblem: Verteilung der materiellen Güter oder Kulturproblem
  • Diskriminierende Zuschreibung der Unkultur: Unsichtbarmachung von Ressourcen klassistisch diskriminierter Menschen. 
  • Mit “Bildungszwang” würde Menschen evtl. etwas aufgezwungen, was sie gar nicht möchten
  • Menschen die sich mit Feminismus beschäftigen und an den entsprechenden Diskursen teilhaben, haben vielfach akademische/universitäre Hintergrüde - Privileg
  • Internet macht diese Teilhabe leichter für Menschen anderer Klassen, trotzdem sind dort auch eher Menschen akadem. Hintergründe
  • Zusammenhang zu Feminismus: Klassen/Gruppenzugehörigkeit schafft Wissensvorteile – zum Beispiel feministische Begriffs- und Theoriekenntnis
  • Literatur: Voß, Heinz Jürgen, Geschlecht : ‘Geschlechtermodelle auflösen’ als Theorie hilft nicht, wenn im Alltag weiter Geschlecht zugewiesen/konstruiert und diskriminiert wird
  • Was zählt als Bildung? Problem, wenn Bildungsabschlüsse als Bildung zählen, anderes Wissen/Erfahrungen nicht. Ähnlich: Intelligenztest.
  • Klassenzugehörigkeit ist nicht “frei wählbar”, zBsp Obdachlosigkeit, Bildungsstand
  • Beispiel für Klassismus in der Linken: ‘wir müssen die informieren, damit die aufbegehren [...] das Proletariat zur Revolution führen”
  • Paralellen zu anderen diskriminierenden Klassifikationen: Rassismus, Sexismus, ….
  • Möglichkeiten dagegen vorzugehen
  • Unterschiede zwischen körperlicher/visueller Diskriminierung und zBsp klassistischer Diskriminierung: Klasse kann theoretisch gewechselt werden
  • Praktisch ist der Wechsel der ökonomischen Klasse aber schwer möglich
  • verschiedene Diskriminierungsformen und -motivationen, je nachdem ob die Klasse angeblich freiwillig gewählt ist (zBsp ökonomisch vs. Hautfarbe)
  • Klassenperformance reflektieren
  • Achtsamkeit
  • Gendercamp für Menschen öffnen, die jetzt nicht da sind. Solipreis ist so ein Mittel.
  • Einleitungstexte in einfacher Sprache gestalten um sie vielen Menschen zugänglich zu machen
  • Rassismus, Demografie, Stichproben
  • Hinweis: Von -ismen betroffene Gruppen sind nicht homogen! Migration ist z.B. ein anderes Merkmal als Hautfarbe – differenzieren!

Feministische Diskussionskultur – Wer ist solidarisch mit wem? Teil 2

Auswirkungen

Wir haben uns die Diskussionskultur und deren Auswirkungen anhand des Beispiels “Slutwalks” genauer angeschaut. Anhand des Beispiels ergaben sich als Auswirkungen der derzeitigen Diskussionskultur 1. Kommunikationsprobleme, 2. strukturelle Probleme:

Kommunikationsprobleme

  • Missverständnisse / Gerüchtebildung
  • Diskussion übereinander statt miteinander
  • verbale Aggression führt zu Legitimation von Meinungen und verhindert Kommunikation
  • Eskalation
  • Insiderwissen
  • Hemmung sich zu äußern

Strukturelle Probleme

  • Privilegierte Sprecher_innenpositionen “gegen” nicht bzw. neu etablierte Feminist_innen
  • Meinungen einzelner Personen werden nicht zugelassen, bzw. haben keine Lobby

Ansatzpunkte / “Lösungen”

  • Schwierig, da Auswirkungen und Ursachen sehr komplex.
  • Zur Lösung der strukturellen Probleme, Infrastruktur im Netz schaffen, in der sich auch nicht etablierte / (noch) nicht gut vernetzte Menschen auch ohne eigene viel frequentierte Blogs / Facebook / Tweets äußern können.
  • Möglichkeiten: z.B. Foren bekannter machen (http://feminist-in.net, http://verqueer.phpbb8.de/forum, etc.), offline Netzwerke etablieren und gemeinsam nutzen (z.B. http://maedchenmannschaft.net/die-regionalliga oder eigenen Anlaufpunkt gründen), Austausch zwischen online/offline schaffen.
  • Heterogene Meinungen zulassen.
  • Solidarisch sein, nach Möglichkeit Vertrauensvorschuss gewähren.

Aktionsformen und Aufmerksam-Machen

Eine Ideen- und Erfahrungssammlung

Folgeprojekt aus #aufschrei 

Kritik an der Berichterstattung zu #aufschrei von Ard und Zdf

Petition bei change.org zusammen mit ProChange 

Beschwerde bei den Rundfunkräten eingereicht

Pink stinks – Demo in Berlin im Herbst gegen Sexismus insb in der Außenwerbung

Straßentheater

Trennung zwischen Privatem und Aktionismus nicht eindeutig

Projektgruppe – Film erstellen

Aktionstage/Hochschultage gegen Sexismus, Homophobie…

Demos, Workshops, Infoveranstaltungen organisieren

Pressemitteilungen an die Lokalpresse

Gegenöffentlichkeit zBsp Gegendemo (1000 Kreuze)

One Billion rising – Plakataktion

Kritik an Terre de Femme Schminkaktion: Offener Schminktisch in Fußgänger_innenzone, Schminken von Makeupartists wurde versprochen, blaue Augen und ähnliche Verletzungen wurden (vermutlich ohne Wissen der Teilnehmer_innen) geschminkt. Hinweis auf häusliche Gewalt

Plakatieren, Stancils, Stickern, Infomaterial liegen lassen

‘sexistische Kackscheiße’-Sticker

Spukis – nach Befeuchten klebende Papiere

Party-Hitchhiking: Mit möglichst vielen genderbunten Menschen auf eine Party gehen

Guttenberg: Tortung (https://de.wikipedia.org/wiki/Tortung) hedonistische Internationale

‘Kapitalismus wegraven’: Selbstbestückter Bollerwagen mit großen Boxen

‘Alle so yeah!’

    

Yesmen – gefälschte Pressemitteilung

Konsumkritischer Stadtrundgang

Youtubefilme drehen zBsp Sexismus für Dummies

Podiumsdiskussionen filmen und online verfügbar machen

Bloggen, Zines, Podcasts

VoKü

Bildschirme in öffentlichen Räumen für direkte Mitteilungen und Botschaften nutzen

Urban gardening/ guerilla gardening, plant graffitis, Moosgraffitits

Guerillastricken

Umsonstflomärkte/Umsonstläden

Pussy Riot, Flashmobs

Blogging

Bloggingsession:Grundüberlegungen des Planens:

Warum möchte ich das machen, in welche Richtung soll es gehen? Erklärung anhand eines realen Beispiels (BDSM Gemeinschaftsblog):

  1. Aufschreiben Wohin soll es gehen? Gibt es das schon?
  2. Themenideen sammeln, Mind Map mäßig
  3. Überlegung: Wie strukturiere ich das Blog? (Aufbau, Nettiquette, Bilder j/n, Urheberrecht? Ab 18?, Verbindung zu anderen Plattformen (twitter,flattr,etc.) j/n, Blogroll, allgemeine Informationen)
  4. Gastautor_innen suchen, gemeinsam überlegen
  5. Technik einrichten
  6. FeinschliffWas gibt es für kostenlose Bloggingangebote?- WordPress (auch Derivate wie Blogsport.eu, gleiche Technik, aber Alternative, Vorsicht vor alten Versionen bei Blogsport.de!)- Blogspot- NoBlogs?- Tumblr (communityaspekt, häufig in Verbindung mit Bildern, evtl. Nicht für große Diskussionen geeignet?) Vergleich WordPress – Blogspot:Wordpress freier und breiter, Blogspot reines google Angebot, im direkten Vergleich geht bei WordPress mehr, bzw. Dinge sind leichter umzusetzen

Kurze Vorstellung der WordPress Oberfläche: - Allgemein- Unterschied Blogpost und Seite - Grundlagen des Designs, Installation von Themes - Grenzen der kostenlosen WordPressversion (Audiodateien einbinden) und ihre Umgehung (Soundcloud?) - wysiwyg Editor vs. Texteditor (evtl. Kein allzu sauberer Code, unnötige codefragmente, aber nicht so schlimm)- markdown als evtl. Leichtere Alternative zu html? - Erklärung Tags, Kategorien - wie füge ich Bilder ein- wie kommunizieren ich mit coautor_innen, über bloggingoberfläche möglich? Evtl. Gelöst über Entwürfe, etc. Evtl. Gibt es Plugins fürEntwickler_innenkommentare- wie stelle ich benutzer_innenrechte ein? Gibt es mehr Anbieter, welche z.B. CSS Änderung erlauben? - Evtl. Blogsport.eu, ansonsten mal rumgucken? Evtl. auf eigenenServer packen, falls Kenntnisse vorhanden - Zwischenfrage: Was ist CSS? - Macht evtl. Sinn eigene Domain einzurichten (anbieter_innen Unabhängigkeit) Empfehlung: Uberspace (technisch mehr möglich, !toller Support!, Preis selbst festgelegt, Gewichtung auch auf Datenschutz, Registrierung auch ohne persönliche Daten möglich, ohne Zuordnung der Bankverbindung, etc.) Impressumspflicht? Gefahren? - wie bei Websites- Gefahr von Abmahnungen vorhanden, muss eine_n aber auch erstmal erreichen - Erfahrung: Anzeige wegen Verleumdung, auffindbar da Emailadressen mit klarnamen verwendet wurden, Vorsicht! Hängt natürlich davon ab, wozu das Blog verwendet soll - Vorsicht vor Zertifikatabläufen, lieber nicht auf drittanbieter_innen verlassen, sondern eigene Domain! Wie Sorge ich dafür, dass Menschen dieses Blog finden_lesen? - über Twitter veröffentlichen - möglichst viel abdecken (Facebook, Twitter, auf anderen Blogs erwähnt, Blogroll) - darum vernetzung wichtig um gegenöffentlichkeit zu schaffen - Podcasts evtl. auch - passiert aber nicht von alleine, muss aktiv gemacht werden, leser_innen kommen wohl hauptsächlich von Twitter oder Facebook (twitteraccount für Blog erstellen?) - googlereader (wird eingestellt :( ) - Alternativen zu googlereader (feedly? Auf dem iPhone evtl. Reeder? Benutzen wohl google Reader backend, aber haben versprochen weiter zu laufen, Planet auf Server einrichten) - Vergleich lokale Reader zu google Reader (Sync, Tags, dauerhafte verfügbarkeit etc.) - mit kostenlosen Diensten kommt mensch schon sehr weit, trotzdem, absichern wichtig

Subversion

20130512-110020.jpg

Protokoll Subersion
Blitzlicht:
-> was wird mit “subversion” verbunden?

Blitzlicht was ist für dich Subversion?

Punks
kapput
Nachmittagsmagazin für subversive Unternehmungen
? (Fragezeichen im Kopf
Subversiver freidenker-Blog (cooles Schlagwort)
Fragezeichen
was unerwartetes, kein Begriff da sich das widerspricht
Irritationen hervorrufen
Fragezeichen
Kreativität und ungewöhnliche Kombinationen
bei wiki geguckt: terrorismus
unterlaufen
was anderes machen, als das was erwartet wird
Machtposition
geheime Aktionen
Menschen, die sich im Keller treffen und die Weltrevolution planen (geheim)
Alltagspraxen, Arten sich im Alltag zuverhalten, von ihnnen umdrehen
(Foto von Flipboards einfügen)

“Subversion” als Begriff unterschiedlich belegt.
Input zum Begriff (Agnoli)
Wortherkungt/was ist damit gemeint?
(subvertere): das unterste nach oben kehren, politisch geschichtlicher Ansatz, gegen den Staat gegen die Kirche/Staat zerstören
Evt Sammlung subversive Praxen

Selbst geschlechtlichuneindeutig sein
So zu sein wie ich bin, statt wie erwartet wenn die eine geschlechtskategorie verlasse, dann nicht die andere völlig annehmen. nicht schminken, die stimme nicht anpassen
ubahn fahren: sich den Platz nehmen, nicht den
auf der Straße: Frauen* weichen Männern* aus. Subversiv: nicht ausweichen
Nägel bunt lackieren: irritieren mit Vollbart und knallbuntem Nagellack
Polizei beobachten; Steve Man Kamera vor den Kopf gebunden, Druck, dass bestimmte Dinge nicht gefilmt werden
Man for a Day-Workshops: Draußen Umwelt irritieren
etwas aktiv machen, bewusst etwas nicht machen (2 pole)
aus einer Machtpositon heraus etwas nicht machen, häufig auf kosten anderer Menschen, große Gruppe (erwartung Moderation) widersetzen kann für andere personen
Taten können auch auch subversiv gemeint werden, aber nicht als solche gelesen werden. Dann noch Subversion?
Sprache hetero als beleidigung statt schwul
Problem übergriffige Sachen aneignen und dann grenzen überschreitend
kulturelles gut, Begriffe neubelegen, aus priviligierter Position aneignung, Abwertung nicht-priviligierter Personen
Re:Publika über Love-Picking (Aufbrechen von Schlößern an Brücken von Paaren) heiße Diskussion: Ist das OK? Oder doch übergriffig? oder Subversiv?
In welchem Raum und Rahmen findet es statt? Zurückgewinnung von öffentlichem Raum? oder Übergiff?
ursprünglich subversive Sachen dienen dem System. Beispiel Drag KIngs, Reproduktion von Mackeriger Männlichkeit? Männer*. die nagellack tragen -> dann für Männer* auch ok
Teil des Mainstreams statt aus dem Mainstream rausholen?
Als Mitel oder als Ziel? etwas machen um subversiv machen? besser als Mittel zum Ziel,bsp Nagellack: statt extra linie für männer, nagellack besser ohne geschlechtliche zuschreibung
Subversion wird individualisert: Die ist halt etwas komisch, die macht sowas? Wie so Struktur-Veränderung schaffen?
Individuelles Bedürfniss? Ist der Ansatz immer Struktur-Veränderung?
Bewusst in Strukturen reingehen um sie gegen deren Sichtweise einzusetzen: Bsp Schwule in der CDU
Problem, dann CDU mitfördern
Immerteil des System: Es ist darauf angewiesen, dass Leute das System ändern.
geschlechtlich uneindeutig, verändert das was? oder stärkt das die Norm und können sich eindeutige Personen, dann besser abgrenzen?
Subversive argumentationstaktik. Bsp: Mit Sexisten diskutieren, mitgehen und ihre Argumente ad absurdum führen.
Einwand: nicht in jeder Situtation geeignet? Personen blos stellen?
Ziele? weltrevolution vs. kleine sachen. für letztere geeignet
Subversion kann auch sein: Als Frau* Nagellack im Mathestudium tragen, da ansonsten nur Typen anwesend (?)
Situation: Soziololg_innn: Krisen-Experimente: was komplett anders machen? bsp sich als dozentin auf den boden setzen
alltägliche Erwartungen, selbstverständliches Allgemeinwissen: auf Babys in pink “was für ein süßer Junge!”
Plakate überkleben PETA2: Vegan ist gesund drauß machen: Vegan ist ungesund
NPD wahlkampf trollen: titanic jörg haider’s unfall auto mit “gas-geben”
NPD trollen subversiv? Sich selbst auf die Schulter klopfen.
Konkrete Beispiel schwierig, das bricht was, NPD beispiel schwierig
riesiger Anspruch: das bringt doch alles nix!
Besser ein bisschen was machen, auch gut fürs gefühl, weil ich dann nicht das system ändere
stark abhängg von räumen in denen ich mich bewege, von mir wird erwartet, dass ich hilfbebereit bin (gegenderte Erwartungen). nicht machen neue zuschreibungen: kratzbüstig/hyserisch
Situatuativ abhängig von privilegien: mit hohem status, bildung, mittelschichtsherkunft ohne geld in alten klamotten leben subversiv, dass machen zu müssen, da keine andere möglichzeit nicht
Subversiv ist dieser Chaos-Moment, wo etwas unerwartetes passiert, sondern spielerische momente, wo etwas passiert
beispiel CDU-Plakat “und alle so yeah!”
Flashmobs erst der absurdität wegen, dann politisch, dann werbeaktionen von zB Radiosendern.