Diversität

Verständigung über Begriffe
Diversität (→ Vielfalt) / Homogenität (→ Einförmigkeit)

Stichworte zur Wahrnehmung von Homogenität beim Gendercamp

– alle (Anwesenden beim Workshop) sind weiß / identifizieren sich als weiß
- sprachliche Homogenität / kontrovers diskutiert, weil dem eine Wahrnehmung von Dominanz der akademischen Sprache gegenüber steht → möglicherweise beteiligen sich diejenigen, die die Sprache nicht verstehen oder beherrschen (oder das von sich denken) nicht / können sich nicht beteiligen → Sprachbarriere
- keine sichtbaren Behinderungen
Klassenzugehörigkeit: Bildungshintergrund, Mittelschicht
- deutschsprachig / Deutsch (hochdeutsch, kaum Dialekt) als Muttersprache [Exkurs zu Vor- und Nachteilen englischsprachiger Tagungen. Englische Sprache kann auch eine Barriere sein]
- Lebensalter zwischen Mitte 20 und Mitte 30 mit einigen (wenigen) Ausreißern nach unten und oben
- Normgewicht
- alle haben Internet, fast alle Twitter (Kommunikation über das Gendercamp, Bekanntmachung etc. ausschließlich über das Internet – erste ca. 25 Plätze innerhalb der ersten halben Stunde nach Bekanntgabe über Twitter ausverkauft! Erste 60 (reguläre) Plätze innerhalb eines Tages → Insider)
- alle verfügen über die Ressourcen (zeitlich / finanziell), dorthin zu fahren

Stichworte zu Wahrnehmung von Vielfalt beim Gendercamp

– verschiedene Herkunftsgruppen vertreten, z.B. grüne Jugend, CCC und andere
- Ernährungsstile vegan, vegetarisch, Fleisch essend

Zum Umgang mit Vielfalt und Einförmigkeit

– welche Einförmigkeit ist gewollt, welche unabsichtlich? Fällt sie mit gesellschaftlicher Diskriminierung zusammen?
- viele Attribute sind nicht sichtbar / nicht präsent, wenn sie nicht thematisiert werden
- was ist die Zielgruppe und was würde passieren, wenn ganz andere Menschen / unterschiedliche Menschen teilnehmen würden (→ Konflikte – positiv wie negativ – )
- Homogenität als Wohlfühlfaktor („sonst würde es krachen“)
- Schutzraum (“Blase”) für bestimmte Gruppen (?) und Personen (?)
- Das Gendercamp sagt von sich selbst nicht, „wir sind ein Haufen von weißen, gut ausgebildeten, zwischen so-und-so-alten, privilegierten Menschen“ → Selbstwahrnehmung? → Außendarstellung?
- Die Blase ist definiert, das wird aber nicht so gesagt/wahrgenommen! Außerdem: Bestimmte Gruppen würden zu weiß / deutsch / Netzkultur / (…) passen, sind aber dennoch nicht da → Beispiel Gehörlose … warum?
- Bei der Forderung nach Vielfalt geht es nicht darum, ein besseres Unterhaltungsprogramm für anwesende Schichten oder Gruppen durchzuführen, sondern um Repräsentanz/Vertretung und Partizipation/Teilhabe aller Gruppen, für die ein Thema wichtig ist.

Fazit

Ein Anspruch an z.B. eine antirassistische Gesellschaft ist, nicht ausschließlich Weiße zu fördern. Beim Gendercamp werden Privilegierte (auch staatlich) gefördert.

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