Session zu dominanten Redeverhalten

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Protokoll zu Redeverhalten und so

Zunächst Stichpunkte von allen zur Frage:
“Was sind dominante Arten des Redens? Durch welche Strategien/Handlungen
wird in Kommunikation damit gehandelt?”
*bitte versuchen die genannten dominanten Redensarten im Bezug auf sich
selbst zu reflektieren*
Die Moderationskarten werden geordnet nach lauten und leisen (z.B. zwar
ruhig/zurückhaltend sprechen aber Diskussionsteilnehmer_innen
diskriminieren, ihnen ihre Erfahrungen/Realitätn absprechen) Praktiken

Auslachen
Seitengespräche
Abwertende Gesten
Keine Redepausen
In Sprechpausen einfallen
Lange
Laut
Verwendung von Fachbegriffen (Ausgrenzung)
Immer als erste Person etwas sagen
Aggression ausstrahlen
Redundant
Handmeldungen nicht respektieren
Laute stimmte
Nebendiskussionen
Störgeräusche
Laut sein
Unterbrechen
Augenrollen
Expertenwissen beanspruchen
verteidigen wenn nicht angebracht
Strawmen
In einer Gruppe sofort an alle gerichtete Fragen sofort reagieren
Redebeitrag ignorieren
“Wir wissen ja alle das”
Mehr zu wissen weil in gesellschaftlichen Positionen
Beharrlichen Nachfragen/Nachbohren
Absolute Aussagen- “Das ist so”
Ausschweifen
Immer wieder Erklärungen einfordern
Wiederholung des eigenen Standpunktes
Weiße Strategie
Abwertung von Argumenten durch Nebensachen
Blickkontakt verweigern
Überlangsames überdeutliches Sprechen
Wissenschaftlich über komplexe Themen sprechen
Universaler Anspruch über alles sprechen zu können
Namedropping
Nichtbeachtung, Schweigen
Argumente nicht anerkennen, übergehen
Laut werden, Wut
Auslachen
Mittendrin wieder ganz von vorn anfangen
nicht ausreden lassen
unterbrechen, dazwischen reden
Unterbrechung weil wichtig
Die Frage “Hab ich dich unterbrochen?
Lange Monologe
“Lies doch erstmal”
Derailing
Insider
Trivialisieren
Menschen Diskriminierungserfahrung absprechen
Extremes Vorwissen vorraussetzen
Eingene Punkte stumpf wiederholen
Der Anspruch über andere sprechen zu können
Eigene Positionen als “State-of-the-art” ….
Zu Allem was zu sagen zu haben
Laut werden (Wut)

Das nicht Anschauen beim Reden kann dazu führen, dass das Einbinden in
ein Gespräch verhindert werden kann.
Blickvermeidung als Schutzfunktion: kann auch eingesetzt werden um aus
einer Gesrpächssituation heraus zu kommen / Kontakt zu vermeiden
Dominantes Redeverhalten kann auch strategisch eingesetzt werden. Die
Fragen ist u.U. wann das auch sinnvoll ist. So zum Beispiel zum Schutz
von bestimmten Räumen.
Wiederholen kann zweierlei bedeuten, das aufnehmende, aneigenende
Wiederholen (um einen Punkt wieder in die Debatte zu bringen) und das
redundante Wiederholen (nur um das Wiederholens willen)
Dominantes Redeverhalten nicht schlecht so lange der Respekt vor der
anderen Person gewahrt bleibt
Widerspruch dagegen: Dominantes Redeverhalten muss nicht nur aus
Respektlosigkeit resultieren und kann trotzdem problematisch sein.
Gerade die leiseren Praktiken können sehr schwerwiegend sein, weil sie
schwer(er) thematisierbar sind
Hinterfragen der eigenen Position in unterschiedlichen Räumen wichtig.
Zum Beispiel nicht davon ausgehen, dass allen beigebracht wurde, dass
sie sich zu jedem Thema äußern können. Die Räume sind nicht für alle gleich.
Eine leise Praxis ist/könnte sein, wenn Menschen auch in ruhigem Ton,
ohne Füllwörter sprechen und sich strukturiert ausdrücken.
Strategie-Idee um Menschen denen es schwerfällt in Gruppen zu sprechen:
Redebeiträge können aufgeschrieben werden und werden dann von anderen
Vorgetragen
Bei der (Eigen-)Wahrnehmung des Redeverhaltens, ist die Reflektion der
eigenen sozialen Position wichtig.
Es wäre wünschenswert, dass deutlich gemacht wird, dass es Stille gibt.
So, dass nicht jemand das Gefühl haben muss jetzt doch unbdingt was
sagen zu müssen um die Stille zu brechen
Dominantes Redeverhalten wird gerade auch durch die Schule gefördert,
aber auch in Feldern wie Arbeit taucht das immer wieder auf.

Strategien wie mensch sein eigenes Redeverhalten kritisch beobachten kann:
sich zu beobachten wieviel Zeit mensch tatsächlich in Gesprächsrunden
einnimmt
im Kopf Sekunden runterzählen um Pausen und Stille in Gesprächen
ertragen zu können
Es kann auch gut sein eine Person dabei zu haben, die ein wenig auf das
eigene Redeverhalten zu achten. (Wenn es nicht anders geht?!)

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