Profeministische Männergruppe??

Sonntag, 14:15 Uhr Gendercamp 2012

Anlass, Schilderung des Interesses:
- Ansschlusspunkt war die Diskussion in einer Gruppe, die sich
regelmäßig trifft(nfbb – netzfeministisches Biertrinken Berlin), die
Gruppe auf FLT zu beschränken
Dies geschah als Reaktion auf starken männlichen Andrang
“an sich prima, aber dann kann ich in diesem Raum als [cis-]Mann* dort
nicht anwesend sein”, FLT*-only-Räume sind prinzipiell unterstützenswert

Es fehlte ein Raum für Männer* feministisch zu arbeiten ohne sich in
bestehende Räume hineinzudrängen.
ein Raum, in dem in erster Linie Männer* feministisch arbeiten,
Nicht-Männer* sollen nicht ausgeschlossen werden
Tätigkeit in dem in Überlegung stehenden Raum wäre weniger das eigene
Reflektieren und suchen von Positionen sondern Arbeit an der Vebreitung
und Unterstützung der relevanten feministischen Positionen
anfangs Wunsch nach ergebnisorientierter Arbeit auf vorhandenen
theoretischen Grundlagen, ohne daß ständig Basics diskutiert / neu
erarbeitet werden müssen
Es stellt sich dann schon die Frage, wer sind dann Männer*, ein Gedanke
war, dass das alle sein können, die von männlichen Privilegien
profitieren können.

Es erschien in der nahen Vergangenheit allerdings auch zunehmend als
sinnvoll”emotionale Reproduktionsarbeit” in dieser Gruppe zu erledigen,
damit nicht Frauen* das tun müssen
Der Raum sollte ein feministisches Grundverständnis vorraussetzen.
Es kann wirklich sinnvoll sein einen Raum zu haben um nicht nur auf
Basic-Niveau arbeiten zu können
Es kann gut sein, dass ein solcher Raum dazu führt, dass sich die
Teilnehmenden für total reflektiert halten
Vorschlag: in großen gemischten Gruppen Untergruppen zu bestimmten
Themen einzurichten

Cool könnte sein, wenn die Männer*gruppe dann auch Kinderbetreuung auf
feministischen Veranstaltungen übernimmt

Interventionen in männlich dominierten Räumen?
scheitert oft daran, daß ständig Basics neu geklärt werden müssen; diese
Interventionen im Alltag müssen ohnehin/trotzdem geschehen
in gemischtgeschlichtlichen feministischen Räumen so zu intervenieren,
daß der Raum nicht von Männern* dominiert wird

Argumente für Männergruppen:
in gemischten Gruppen wird emotionale Reproduktionsarbeit (Menschen
trösten etc.) hauptsächlich von Frauen* geleistet, Männer*gruppen
könnten dieses Phänomen evtl. verändern
gegenüber Maskulisten könnte eine Männergruppe eine andere Autorität
haben als eine gemischte Gruppe

Bedenken:
Kommunikationsstrukturen müssen auch in gemischten Gruppen verändert werden
Zersplitterung der Bewegung, große Gruppen können evtl. mehr bewirken

nur mit coolen Männern gemeinsam was machen wollen -> “dann brauche ich
mich nicht um die Entwicklung meiner Persönlichkeit, Kritik etc. zu kümmern”
wir müssen uns trotzdem damit auseinandersetzen: “wer sind wir
eigentlich, wie können wir die Reproduktion von
Geschlechterverhältnissen überwinden”

Problematik:
Männergruppe wird evtl. mehr wahrgenommen, nimmt Frauen*/FLT* eventuell
Aufmerksamkeit weg
mögliche Ansatzpunkte:
wenig ‘repräsentative’ Arbeit übernehmen, z.B. in Kommentarspalten
Diskussionen bis zum Ende führen, Kinderbetreuung (z.B. auf politischen
Veranstaltungen) organisieren & übernehmen
Es könnte damit auch in sofern umgegagen werden, dass wenn es zu
Öffentlichkeit kommt, dann an feminisische Gruppen verwiesen wird.

Ein Gedanke zu „Profeministische Männergruppe??

  1. Timo

    Ich bin auch ein Kerl…Aber das hier wirkt so als ob man den Männern "niedere" Arbeiten geben soll, damit frau ungestört plaudern kann. Tzzz.Selten so einen sexismus gesehen wie hier.Und ich als ehemaliger Wehpflichtiger kann über so Sachen wie "männliche Privilegien" nur lachen.Sicher gibt es die. Aber es gibt viel mehr weibliche Privilegien. Werden die auch thematisiert? Wenn nein, wieso nicht.LG

    Antworten

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