Strategisches Einsetzen von Memen

Protokoll einer informellen/ungeplanten Session zu kreativem Reagieren auf sogenannte Kackscheiße und Empowerment durch Lachen mithilfe von visuellen Medien 
(vorkommende Bilder werden beschrieben)

Samstag 19.05. ABC Haupthaus
ca. 8/9 Personen

- Kompensieren von Erlebnissen, die mit diskriminierenden Strukturen in Verbindung stehen, durch gemeinsames Betrachten von Tier(baby)-Fotos/Filmen bzw. GIFs http://de.wikipedia.org/wiki/Graphics_Interchange_Format deren Quelle das Internet darstellt.

- beim Sammeln der persönlichen Tier-Meme-Lieblingen, erweckte vor allem ein GIF Aufmerksamkeit, das vor Ort auf einem Smartphone präsentiert wurde:
die “dafuqqqq-Eule”.

Bild 1
Dafuqqqqq1
Bild 2
Dafuqqqqq2

Zentral ist die Körperbewegung einer Eule, die auf eine Bewegung vor ihr reagiert, indem sie sich aufrichtet (mit einer Verlagerung auf ihre linke Körperhälfte) und den Blick nach unten richtet.
Bevor sie diese Bewegung ausführt sitzt sie mit geradeaus gerichtetem Blick da. Es wurde die Bildunterschrift “o look at that”/”Oh sieh mal” in den unteren Bildteil hinzugefügt. 
In dem Moment, in dem sich vor ihr eine Tür aus Holzlatten beginnt, auf sie zu zubewegen, wechselt der Untertitel auf “da fuqqqq?”

“da fuqqqq?” ist eine Ableitung des Ausrufs “What the fuck?”/”Was soll die Scheiße?”

Das komplette Video, aus dem der Ausschnitt stammt: [youtube http://www.youtube.com/watch?v=EXFlnlrk2zg?wmode=transparent]

Geschichte zum dafuq-Meme (englisch): http://knowyourmeme.com/memes/dafuq

Es wurde festgestellt, dass der Ausruf “da fuqqqq?” geeignet erscheint, um in Situationen zu intervenieren, wenn etwas an Personen herangetragen wird, das überrumpelnd und/oder verletzend ankommt.

Dieses Meme könnte bei Kommunikation im Netz und jenseits davon Anwendungsmöglichkeiten finden.
So zum Beispiel als Möglichkeit, nach einem Vortrag das Filmchen jederzeit kurz einmalig einspielen zu können, wenn es zu bedenklichen Nachfragen aus dem Publikum kommt.

Momente der Ratlosigkeit könnten mithilfe dieser Strategie überwunden werden, in dem eine Aussage mit Hilfe der dafuqqqq-Eule als negativ bewertet wird, ohne dass die ratlose Person selbst etwas sagen muss. 

Allein das Sagen oder Schreiben von “dafuqqqq” könnte genügen, um Ablehnung einer Äußerung gegenüber deutlich zu machen, ohne sofort eine strukturierte Erklärung parat haben zu müssen. 

Nicht dokumentiert: Austausch über Erfahrungen, in denen die Anwesenden die dafuqqqq-Eule gerne strategisch eingesetzt hätten.

Benennen weiterer Bilder (3 Stück), die bei Reflektion einer Situation und dem kritisch-kreativen Reagieren als hilfreich angesehen wurden:
Zwei Figuren, bei denen es vor allem um dominantes Redeverhalten (vgl. Dokumentationen zu Sessions über dominantes Redeverhalten) geht

1) Comment-Man / Kommentar-Mann
Bild 3
Comment-man

Eine aus wenigen Strichen gezeichnete Figur auf der linken Bildseite, steht lächelnd und mit in die Hüfte gestützten Händen da.
Rechts daneben drei Spiegelstriche:
1. Spiegelstrich:  “Knows more on every subject than you do” (Weiß zu jedem Thema mehr als du)

2. Spiegelstrich: “Armed with superior depth of experience” (Bewaffnet mit überlegener Fülle an Erfahrung)

3. Spiegelstrich: “Not afraid to say so” (Hat keine Angst, es zu sagen)

unter den Spiegelstrichen steht in bunter Schrift:
“he is…” (er ist…)
“COMMENT MAN!!!!!” (Kommentar-Mann!!!!!)

Interpretierbar als ein Superheld mit dominanten Redeverhalten als seine Superkraft.

2) Comment-Man 2:
Bild4
As-fast-as-i-can

Eine Landschaft mit zwei Hügeln über die von links nach rechts eine mit wenigen Strichen gezeichnete Figur fliegt. Sie hat den Mund geöffnet und hält in der rechten Hand eine lose Computertastatur und in der linken eine lose Computer-Maus an ihrem Kabel.

In der oberen rechten Bildhälfte steht:
“no shitty comments?!” (keine beschissenen Kommentare?!)
“i’ll be there as fast as i can!” (Ich komme so schnell ich kann!)

Hier kommt der Superheld schnell angeflogen, um der Abwesenheit von beschissenen Kommentaren (im Netz) Abhilfe zu schaffen.

3) The Guy who doesn’t get it / Der Typ, der’s nicht versteht
Bild 5
The-guy-who-doesnt-get-it

Die Überschrift “The Guy who doesn’t get it”  (Der Typ, der’s nicht versteht) steht zweimal unterstrichen über die gesamte Breite des Bildes geschrieben.
Darunter, auf der linken Bildhälfte, eine aus wenigen Strichen gemalte Figur, die steht und bei der ein Arm nach oben und ein Arm nach unten zeigt. Sie hat den Mund geöffnet.
In der rechten Bildhälfte auf Kopfhöhe der Figur steht:
“get WHAT?” (Versteht WAS?)
“what is there to get?” (Was gibt es da zu verstehen?)

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