„Ich bin keine Feministin, aber …“

* Vorstellung einer Masterarbeit
* Fragestellung
* Entstehung des Grundgesetzes im parlamentarischen Rat: Prozess des
Artikels zur Geschlechtergleichheit; Lächerlichmachung im
parlamentarischen Rat
* Alltagserfahrung Gespräche über Sexismus und Feminismus,
Barrieren, Reizwörter (Patriarchat)
* => Abwertung feministischer Positionen in Diskursen
* Anderer Aspekt: Junge Frauen die sich als nicht-feministisch
positionieren
* Unverständlich aus einer Eigennutzperspektive
* Überlegung: Besteht Zusammenhang zwischen diesen beiden Punkten
(Abwertung und Abwicklung)
* Nicht Thema sind antifeministische Akteure
* Theoretiker_innen und Konzepte
* Abwertung
* Diskursanalyse (Wie darüber in überregionalen Zeitungen
gesprochen wird) aus den 1990er Jahren von Simon Möller „political
correctness“ und „sexual correctness“ (sexual correctness ist
Unterkategorie von political correctness, Bereich sexuelle
Belästigung); These: Impulse dezidiert antifeministischer Akteur_innen,
die von Medien unkritisch übernommen werden. Diese Übernahme und
Verbreitung ist das eigentliche Problem. Beispiel: College hat sich ein
sc-Regelset entwickelt (ähnlich zu heutiger Defmacht), das von Medien
als aufoktroyiertes, faschistisches System verhandelt wird. Alle großen
überregionalen Magazine übernehmen diese Positionierung.
* Susan Faludi: Backlash-Theorie; Widerstände gegen Feminismus
treten in Wellen auf, und zwar als Reaktion auf den gesellschaftlichen
Stand von Frauenbewegungen. Diese Widerstände haben das Potential,
Frauenbewegungen ernsthaft einzudämmen. Beispiele: Verbreitung
antifeministischer Mythen wie jenes, dass Frauen unter Feminismus
leiden; homogenisierende Darstellung von Feminismus. Popkulturelle
Analyse. Kritik wirft dem Ansatz eine Vereinfachung gesellschaftlicher
Kämpfe und Machtverhältnisse vor.
* Abwicklung
* Angela McRobbie: Top Girls; Feminismus wird musealisiert,
archiviert – „undoing“. Aktuell neuer, neoliberaler Geschlechervertrag:
Dank feministischer Fortschritte können Frauen an der Gesellschaft
teilhaben, allerdings nur über Erwerbsarbeit und Konsum, über Leistung.
Weitere Bedingung: Auf Feminismus verzichten. Die politischen
Errungenschaften aus der Vergangenheit werden teilweise übernommen,
aber vom politischen Hintergrund (Feminismus) bereinigt; Betrachtung,
dass Errungenschaften auch wieder verloren gehen („ironischer
Sexismus“, antirassistische Errungenschaften: white washing);
Postfeministische Störungen (Esskrankheiten, Depressionen): „Es scheint
im Moment verlockender für Frauen zu sein, krank zu sein, statt
Feministin“; Homosexualität ist zwar möglich, verschwindet aber aus dem
offenen vorgestellten Möglichkeitenkatalog.
* Arbeit
* Genannte Konzepte scheinen gut geeignet um individuelle Ablehnung
von Feminismus zu erklären
* Konzepte sind alle aus den 1990ern, Netz, Slutwalks, LaDIY-Feste
kommen nicht vor
* Optimistische Sicht?
* Diskussion
* Equalismus ist sanfter Antifeminismus
* Offene Verbote sind verschwunden (Wahl, Universitäten)
* Grenzen sind unsichtbarer geworden (Verteilung von
Reproduktionsarbeit, Kinderbetreuung, wer arbeitet weiter, wer macht
Karriere)
* Stereotype Repräsentation von Feminismus ist wichtiger Bestandteil
der Abwertung von Feminismus
* Geschichte von Frauenbewegungen ist nicht präsent, wird nicht erzählt
* Sexismus zu erkennen muss erlernt werden
* Feminismus als tendenziell linke Form der Gesellschaftskritik, die
vielleicht nicht für alle interessant ist
* Einzelne Aspekte die (auch) Frauen zugute kommen werden als
feministisch bezeichnet (Straw topic): „Grundrente“

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