Diskussionen und Entscheidungsfindung in (großen) Gruppen

Bei wenigen Leuten und wenn Meinungen weniger Kontrovers sind, muss sich meist weniger Gedanken über formale Kommunikationsformen gemacht werden.

Für das GenderCamp wurde sich bspw. schnell auf die Verwendung von Handzeichen und Redelisten geeinigt. Weil das auch im letzten so gemacht wurde? Weil es am einfachsten ist? Gibt es (keine) Alternativen?

Wie kann mit (großen) Gruppen diskutiert werden?

Hierarchie-nie: Kritik am Plenum: große Plena können keine konkreten Ergebnisse vorweisen. Vorschläge aus dem Reader (ab. S. 27): * Gemeinsame Brainstormings und Tuschelrunden * Trainings * Thematische Anlaufpunkte

Meinungen und Ideen müssen gesagt und entwickelt werden können. Dazu braucht es Raum.

Freie Kommissionsbildung: alle die über ein Thema reden wollen, treffen sich zur Diskussion und machen Vorschläge zur Entscheidungsfindung. In einigen Fällen gibt das Plenum vorher der Kommission das Votum, die Entscheidung fällen zu können.

Fishbowl Diskussion:

erweiterte Podiumsdiskussion, bei dem einige (oder alle) Plätze des „Podiums“ rotieren und von Teilnehmenden/Zuhörenden eingenommen werden. Ist wesentlich kommunikativer und partizipativer als Podiumsdiskussion. Nachteil: manche bleiben einfach sitzen, nehmen (zu) viel Raum ein…

Redelisten: Prinzipiell ein gutes Mittel gegen Dominantes Redeverhalten. Im Idealfall kann ggf. auch schon das bewusstsein darüber zu Veränderungen führen: Führen von Redelisten kann die Redelistenführenden selbst von der Beteiligung an der Diskussion ablenken. Rollenaufteilung muss hier reflektiert werden.

Moderation: Kann sinnvolles Mittel zur Strukturierung der Diskussion sein, Diskussion “auf Trab” halten (zum Beispiel Sessionplanung). Neutralitaet ist aber nicht immer gegeben. Bei einer Diskussion ohne Moderator_in besteht auch die Gefahr, dass eine_r implizit (freiwillig oder unfreiwillig) zur Moderator_in wird.

OpenSpace

Open Space (englisch für „geöffneter“, „offener“ oder auch „weiter Raum“) oder Open Space Technology ist eine Methode der Großgruppenmoderation zur Strukturierung von Konferenzen. Sie eignet sich für Gruppen von etwa 50 bis 2000 Teilnehmern. Charakteristisch ist die inhaltliche und formale Offenheit: Die Teilnehmer geben eigene Themen ins Plenum und gestalten dazu je eine Arbeitsgruppe. In dieser werden mögliche Projekte erarbeitet. Die Ergebnisse werden am Schluss gesammelt. Wichtig ist eine Infrastruktur, die die Umsetzung der entstandenen Projektideen organisiert, denn Open Space kann in kurzer Zeit eine große Vielfalt von konkreten Maßnahmen produzieren.

Blitzlichtrunden/Feedbackrunden

Entscheidungsfindung

  • basisdemokratische Abstimmung
  • Konsensentscheidungen: alle müssen einverstanden sein, es wird so lange diskutiert, bis alle zufrieden/überzeugt/überredet sind. Kann langwierig sein. Funktioniert eher mit kleinen Gruppen.
  • Vetorecht
  • Wahl eines/einer Delegierten mit Entscheidungsbefugnis
  • Losen: Vielleicht geeignet zur Alternativenwahl, Reihenfolgen bestimmen, Aufgaben verteilen

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