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GenderCamp 2014 (28.-30.11.2014)

BARCAMP FÜR FEMINISMUS (IN DER DIGITALEN GESELLSCHAFT)

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ANMELDUNG AB SOFORT

Das GenderCamp ist eine politische Bildungsveranstaltung rund um Feminismus – Queer – Gender – Netzkultur – soziale Netzwerke – Netzpolitik – digitales Leben. Es lehnt sich am Prinzip des „BarCamps“ an. Im November 2014 findet es zum vierten Mal im ABC Bildungs- und Tagungszentrum in Hüll bei Hamburg statt.

IST DAS WAS FÜR MICH?

Zielgruppe des GenderCamps sind alle, die sich für die Schnittstellen von Queer-/Feminismus und Netzkultur interessieren: Leute, die sich in beiden Welten tummeln sowie queer-feministische Szenegänger_innen, die in Netzkultur reinschnuppern wollen und Netzbewohner_innen, die sich intensiver mit Queer, Feminismus und Gender beschäftigen möchten. Du bist Feminist_in und der digitalen Netzkultur/-politik gegenüber aufgeschlossen? Auch dann bist du hier richtig. Wenn ihr euch einen Eindruck vom Gendercamp machen wollt, könnt ihr das Programm von 2010 bis 2013 unter www.gendercamp.de nachlesen oder im Dokumentationsblog (http://blog.gendercamp.de) stöbern.

WAS ERWARTET MICH AUF DEM GENDERCAMP?

Wir wünschen uns, dass das GenderCamp ein Ort des rücksichtvollen Miteinanders ist, an dem sich alle wohlfühlen können. Das passiert aber nicht von alleine, sondern liegt in der Verantwortung aller Beteiligten. Auch während des Camps selbst ist es möglich, sich mit Diskriminierung, dominantem Verhalten und eigenen Privilegien auseinander zu setzen. Die Erfahrungen der letzten drei Jahre haben gezeigt, dass ein absolut geschützter Raum nicht realisierbar ist. Alle Teilnehmenden sind dafür verantwortlich, ihn so gut wie möglich zu schaffen. Wir wollen auch in diesem Jahr Ideen vom Awarenessteam aufgreifen und freuen uns, gemeinsam mit allen Teilnehmenden diese zu ergänzen und um neue Ideen anzureichern. Wir möchten daher vor Sessionbeginn Zeit und Raum geben, um Regeln für ein gemeinsames Miteinander zu erarbeiten.

DAS GENDERCAMP WIRD VON DENEN MIT INHALT UND UMGANG GEFÜLLT, DIE DARAN TEILNEHMEN.

Das Programm des GenderCamps wird größtenteils vor Ort von den Teilnehmenden selbst gestaltet: Jede_r kann in den morgendlichen Sessionplanungen einen Vorschlag machen und bekommt einen Platz im Programm. Ob Diskussionsrunden, Workshops, Vorträge, Filme, Planung gemeinsamer Projekte… vieles ist möglich.Vorab wird es einen Aufruf für Sessions geben. Falls ihr jetzt schon Ideen für Sessions oder Workshops habt, freuen wir uns. Eure Ideen könnt ihr im Forum auf http://www.gendercamp.de vorstellen und diskutieren.

UND WOFÜR SOLL DAS ALLES GUT SEIN?

Das GenderCamp

  • bietet einen Raum, Un-Wissen zusammenzuwerfen, um voneinander und miteinander zu lernen
  • soll Leuten aus queeren/feministischen (Netz)communities die Gelegenheit geben, sich zu treffen
  • freut sich, wenn an den drei Tagen viele neue Ideen entstehen und Projekte angestoßen werden können.

ORT DES GENDERCAMPS: FRISCHE LANDLUFT FÜR NEUE GEDANKEN

Das GenderCamp findet auch in diesem Jahr wieder im ABC Bildungs- und Tagungszentrum in Hüll statt (ca. 75 km nordwestlich von Hamburg). Dort gibt es Wiesen, Kühe und Bauernhöfe. Die Teilnehmer_innen übernachten am Tagungsort selbst. Neben Mehrbettzimmern gibt es begrenzt auch Doppel- und Einzelzimmer (gegen Aufpreis).Dank öffentlicher Zuschüsse kostet die Teilnahme mitsamt drei Übernachtungen und Vollverpflegung nur 50 Euro (35 Euro ermäßigt nach Selbsteinschätzung, 65 Euro Solipreis zur Finanzierung der Ermäßigungen). Kinder können gerne mitgebracht werden (unter 16 Jahren kostenlos). Eine Kinderbetreuung kann gemeinsam organisiert werden. Bitte gebt bei der Anmeldung an, ob ihr Kinder mitbringt und wie alt diese sind. Das Essen verdient eine besondere Erwähnung, denn es wurde stets gelobt und geht auf alle Wünsche und Bedürfnisse ein. Mit den üblichen Tagungsmaterialien ist das Haus auch sehr gut ausgestattet. Barrierefreiheit: Es gibt ein rollstuhlgerechtes Doppelzimmer, alle Tagungs- und Gemeinschaftsräume sind ebenerdig erreichbar. Für weitere konkreten Fragen und Bedarfen sprecht uns bitte an. Wir können leider keine absolute Barrierefreiheit garantieren. Wir versuchen aber Lösungen zu finden.

WER LÄDT EIN?

Wie und von wem das GenderCamp von einem Orgateam aus ehemaligen Teilnehmenden des GenderCamp gemeinsam mit dem ABC organisiert. Das Orgateam sieht sich verantwortlich, die Veranstaltung zu realisieren und freut sich, während des GenderCamps die Verantwortung an möglichst viele zu übergeben. Wenn ihr euch schon jetzt an der Arbeit des Orgateams beteiligen wollt, meldet euch bei uns: gendercamp(at)gendercamp(punkt)de

WAS SONST NOCH WICHTIG IST:

Diskriminierungen und Abwertungen aufgrund von Geschlecht, Sexualität, Alter, Herkunft, Hautfarbe, Körper, Aussehen und Bildung werden auf dem Camp nicht hingenommen! Persönliche Grenzen müssen respektiert werden! Wenn das für Dich nicht selbstverständlich ist, bist Du auf dem GenderCamp nicht willkommen! Das GenderCamp ist eine Veranstaltung der politischen Bildung. Es wird von der Landeszentrale für politische Bildung finanziell unterstützt.

Koordination: OrgaTeam des GenderCamps, Kontakt über www.gendercamp.de Termin: 28. – 30.11.2014 Teilnahmebeitrag: 50 Euro regulär , 35 Euro ermäßigt (Selbsteinschätzung!), 65 Euro (Solibeitrag zur Finanzierung der Ermäßigungen) inkl. Unterkunft und Vollverpflegung

BLEIB’ AUF DEM LAUFENDEN:

Community: www.gendercamp.de // Twitter: @gendercamp / @abc_huell // Facebook:http://facebook.com/abchuell // e-Mail: gendercamp(at)gendercamp(punkt)de

HINWEIS ZUR ANMELDUNG

Wünsche aus dem letzten Jahr aufgreifend, haben wir entschieden, dass es für alle, die nichts anderes angeben veganes Essen geben wir. Andere Wünsche könnt ihr gerne bei der Anmeldung angeben. Bitte schreibt auch (unverbindliche) Sessionideen in das Anmeldeformular.

Anreise, ab 16 Uhr möglich. Wer mit dem Zug Anreisen möchte, sollte möglichst am 28.11. um 18.06 Uhr am Bahnhof in Himmelpforten sein. Die Rückfahrt für den 30.11. kann ab Himmelpforten um 14.56 Uhr geplant werden.

Subversion

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Protokoll Subersion
Blitzlicht:
-> was wird mit “subversion” verbunden?

Blitzlicht was ist für dich Subversion?

Punks
kapput
Nachmittagsmagazin für subversive Unternehmungen
? (Fragezeichen im Kopf
Subversiver freidenker-Blog (cooles Schlagwort)
Fragezeichen
was unerwartetes, kein Begriff da sich das widerspricht
Irritationen hervorrufen
Fragezeichen
Kreativität und ungewöhnliche Kombinationen
bei wiki geguckt: terrorismus
unterlaufen
was anderes machen, als das was erwartet wird
Machtposition
geheime Aktionen
Menschen, die sich im Keller treffen und die Weltrevolution planen (geheim)
Alltagspraxen, Arten sich im Alltag zuverhalten, von ihnnen umdrehen
(Foto von Flipboards einfügen)

“Subversion” als Begriff unterschiedlich belegt.
Input zum Begriff (Agnoli)
Wortherkungt/was ist damit gemeint?
(subvertere): das unterste nach oben kehren, politisch geschichtlicher Ansatz, gegen den Staat gegen die Kirche/Staat zerstören
Evt Sammlung subversive Praxen

Selbst geschlechtlichuneindeutig sein
So zu sein wie ich bin, statt wie erwartet wenn die eine geschlechtskategorie verlasse, dann nicht die andere völlig annehmen. nicht schminken, die stimme nicht anpassen
ubahn fahren: sich den Platz nehmen, nicht den
auf der Straße: Frauen* weichen Männern* aus. Subversiv: nicht ausweichen
Nägel bunt lackieren: irritieren mit Vollbart und knallbuntem Nagellack
Polizei beobachten; Steve Man Kamera vor den Kopf gebunden, Druck, dass bestimmte Dinge nicht gefilmt werden
Man for a Day-Workshops: Draußen Umwelt irritieren
etwas aktiv machen, bewusst etwas nicht machen (2 pole)
aus einer Machtpositon heraus etwas nicht machen, häufig auf kosten anderer Menschen, große Gruppe (erwartung Moderation) widersetzen kann für andere personen
Taten können auch auch subversiv gemeint werden, aber nicht als solche gelesen werden. Dann noch Subversion?
Sprache hetero als beleidigung statt schwul
Problem übergriffige Sachen aneignen und dann grenzen überschreitend
kulturelles gut, Begriffe neubelegen, aus priviligierter Position aneignung, Abwertung nicht-priviligierter Personen
Re:Publika über Love-Picking (Aufbrechen von Schlößern an Brücken von Paaren) heiße Diskussion: Ist das OK? Oder doch übergriffig? oder Subversiv?
In welchem Raum und Rahmen findet es statt? Zurückgewinnung von öffentlichem Raum? oder Übergiff?
ursprünglich subversive Sachen dienen dem System. Beispiel Drag KIngs, Reproduktion von Mackeriger Männlichkeit? Männer*. die nagellack tragen -> dann für Männer* auch ok
Teil des Mainstreams statt aus dem Mainstream rausholen?
Als Mitel oder als Ziel? etwas machen um subversiv machen? besser als Mittel zum Ziel,bsp Nagellack: statt extra linie für männer, nagellack besser ohne geschlechtliche zuschreibung
Subversion wird individualisert: Die ist halt etwas komisch, die macht sowas? Wie so Struktur-Veränderung schaffen?
Individuelles Bedürfniss? Ist der Ansatz immer Struktur-Veränderung?
Bewusst in Strukturen reingehen um sie gegen deren Sichtweise einzusetzen: Bsp Schwule in der CDU
Problem, dann CDU mitfördern
Immerteil des System: Es ist darauf angewiesen, dass Leute das System ändern.
geschlechtlich uneindeutig, verändert das was? oder stärkt das die Norm und können sich eindeutige Personen, dann besser abgrenzen?
Subversive argumentationstaktik. Bsp: Mit Sexisten diskutieren, mitgehen und ihre Argumente ad absurdum führen.
Einwand: nicht in jeder Situtation geeignet? Personen blos stellen?
Ziele? weltrevolution vs. kleine sachen. für letztere geeignet
Subversion kann auch sein: Als Frau* Nagellack im Mathestudium tragen, da ansonsten nur Typen anwesend (?)
Situation: Soziololg_innn: Krisen-Experimente: was komplett anders machen? bsp sich als dozentin auf den boden setzen
alltägliche Erwartungen, selbstverständliches Allgemeinwissen: auf Babys in pink “was für ein süßer Junge!”
Plakate überkleben PETA2: Vegan ist gesund drauß machen: Vegan ist ungesund
NPD wahlkampf trollen: titanic jörg haider’s unfall auto mit “gas-geben”
NPD trollen subversiv? Sich selbst auf die Schulter klopfen.
Konkrete Beispiel schwierig, das bricht was, NPD beispiel schwierig
riesiger Anspruch: das bringt doch alles nix!
Besser ein bisschen was machen, auch gut fürs gefühl, weil ich dann nicht das system ändere
stark abhängg von räumen in denen ich mich bewege, von mir wird erwartet, dass ich hilfbebereit bin (gegenderte Erwartungen). nicht machen neue zuschreibungen: kratzbüstig/hyserisch
Situatuativ abhängig von privilegien: mit hohem status, bildung, mittelschichtsherkunft ohne geld in alten klamotten leben subversiv, dass machen zu müssen, da keine andere möglichzeit nicht
Subversiv ist dieser Chaos-Moment, wo etwas unerwartetes passiert, sondern spielerische momente, wo etwas passiert
beispiel CDU-Plakat “und alle so yeah!”
Flashmobs erst der absurdität wegen, dann politisch, dann werbeaktionen von zB Radiosendern.

queer_feministische ansprüche in subkulturen

Sketchnotes zur Session „Subkultur versus queer-feministische Ansprüche“ auf dem #GenderCamp 2013

Sketchnotes zur Session „Subkultur versus queer-feministische Ansprüche“ auf dem #GenderCamp 2013

  • vlt gerade da mehr fringefühl erwartet, wie reagieren bei enttäuschung? räume nicht mehr nutzen als spontanantwort
  • linke räume: sexismusproblem, nicht automatisch queer_feministisch, wird oft nivht auf diese probleme eingegangen: wir sind doch schon links, wir können doch gar nicht diskriminieren
  • nivht durchgreifen, nivhts dort gegen *ismen sagen
  • gerade bei herrschaftskritischen Ansprpchen schwierig, denn es sollte ja niemand anderes jmd etwas sagen!
  • bei anderen subkulturen (bdsm): konsens als grundprinzip aber manchr wissen vlt nicht, was das heißt
  • wie geht ihr damit um?
  • ansprechen ist ein kraftakt, weggehen oft ein bedürfnis, wenn kraft geht
  • sich in bdsmkreisen als feministin bezeichnen ist schwierig, unheimliches reizwort, wieso?
  • universitätszusammenhang: haben den anspruch sehr auf gleichberechtigung zu achten, wollen dann nicht hören, wo die probleme in ihrem verhalten sind
  • outen als feministin: leute fühlen sich angegriffen, weil sie sich ja schon für anders gehalten haben
  • schwul-lesbische subkultur, die dann spießig bei aussehen sind… anecken bei normverstößen wie anderes aussehen oder zb polyamorie
  • mit einzelpersonen darüber sprechen?
  • kommt natürlich sehr drauf an wo: aber themenabende nach eigenen regeln, problem: vlt kommen genau die nicht… aber immer wieder thematisieren —> kraftakt
  • mit leuten hingehen, die dasselbe fühlen
  • angst, solche menschen nicht zu finden
  • metalkultur: unheimlich diskriminierend, alles ist ganz schrecklich mit allen zusammen gegen die welt, aber nicht mit schwulen metalern! meiden solcher räume
  • statt in die gruppe zu gehen für einzelarbeit, eigene gruppe machen und leute einladen, infomaterial mal liegen lassen
  • zufällige informationsstreuung
  • eigene räume schaffen
  • gegenmaßnamen akut?
  • unangenehm werden, schwierig, da nicht vorstellbar, in gruppen, in denen man sich unwohl fühlt etwas zu machen
  • zuerst vermutlich nicht wohlfühlen, informationsabende, informationen
  • schwierig, wenn man die einzige person ist… konflikt, kann man nie wieder hin, wird vermutlich nie ein schutzraum
  • in öffentlichkeit: mit leuten einzeln reden, diskutieren, eventuell sogar lange zeit
  • solidarisch sein, auch mit gruppen, die nicht da sind
  • leute, die noch nie mit awareness, feminismus etczutun hatten: akzeptieren/unterstützen oft nach erklärung
  • schwierig oft, nicht wütend zu werden, gerade in schutzraum oft sehr schwer
  • hohe toleranzgrenze, viel bohren, häufig uninformiertheit das hauptproblem
  • problem oft nicht, dass leute nicht verstehen, dass sie verletzen, sondern norm ist anders, haben andere vorstellung was eichtig und falsch ist, denken es ist ok über andere zu verfügen, wollen normen durchsetzen rotz verletztheit, um diese normen zu ändern ist kritische masse nötig, atmosphäre muss geschaffen werden in der das nicht ok ist
  • kommt sehr auf menschen drauf an welche diskriminieren, oft mischung aus absicht, fehlendes wissen, fehlendes einfühlungsvermögen, manchmal evtl quatsch mit diesen menschen zu reden
  • natürlich gibt es überzeugungstäter_innen, oft aber tatsächlich uninformiertheit das problem
  • man muss nicht immer nett und leise sein, problem? ’schöner ton’ argument, zwiespalt?
  • meistens zu überrumpelt, gefühlmüberfshren zu sein
  • subkulturen die im alltag diskriminiert werden sollten awareness zumindest auf ihre szene bezogen kennen, aufklärungsarbeit muss doch iwie greifen, nicht im unmittelbaren streit, aber sollte vermittelt werden können, nur wie?
  • ärger muss natürlich iwann raus, aber wenn man überzeugen will, dann isz anschreien keine lösung, ruhiger ton ist sinnvoll
  • ärger rauslassen muss nicht anschreien sein, kann auvhnkörpersprachegestik, etc. sein
  • anderes problem ist nicht outen wollen im universitären kontext z.b. wegen vorurteilen, mensch kann zwar gegen praktiken vorgehen, aber outingfragen sind oft bedrängend
  • kann man nicht sagen,dass das irrelevant ist?
  • leute die outingfragen stellen sind eh schon überzeugt, mensch kann es icht mal bestreiten, selbst verleugnung wird als falsches dementi verstanden, fangfrage!
  • evtl. will mensch sachen nicht dementieren, weil mensch es nicht ist, sonst ’ist’ menschn auf einmal etwas, was man nicht ist
  • menschen gehen sowieso davon aus, dass mensch bis zum outing der norm entspricht, falsches zugeordnet werden fast unvermeidbar. wenn mensch oft sachen anspricht, von denen eins offensichtlich gar nicht betroffen ist, dann werden kritiken oft nicht mehr angenommen, oder eins wird nicht mehr in gruppen gesteckt
  • fazit: welche praxen wurden bis jetzt gesammelt?
  • weggehen_diskutieren_positionieren
  • verbündete suchen
  • räume schaffen, verändern
  • solidarität auch mit nicht anwesenden
  • gruppendynamik beachten, menschen lieber einzeln ansprechen (einwand: je nach raum schwierig nur mit einzelnen menschen zu sprechen, weil mensch ja oft wegen dem gruppenaspekt hingeht und einzelpersonen nicht kennt)

Diskussionen und Entscheidungsfindung in (großen) Gruppen

Bei wenigen Leuten und wenn Meinungen weniger Kontrovers sind, muss sich meist weniger Gedanken über formale Kommunikationsformen gemacht werden.

Für das GenderCamp wurde sich bspw. schnell auf die Verwendung von Handzeichen und Redelisten geeinigt. Weil das auch im letzten so gemacht wurde? Weil es am einfachsten ist? Gibt es (keine) Alternativen?

Wie kann mit (großen) Gruppen diskutiert werden?

Hierarchie-nie: Kritik am Plenum: große Plena können keine konkreten Ergebnisse vorweisen. Vorschläge aus dem Reader (ab. S. 27): * Gemeinsame Brainstormings und Tuschelrunden * Trainings * Thematische Anlaufpunkte

Meinungen und Ideen müssen gesagt und entwickelt werden können. Dazu braucht es Raum.

Freie Kommissionsbildung: alle die über ein Thema reden wollen, treffen sich zur Diskussion und machen Vorschläge zur Entscheidungsfindung. In einigen Fällen gibt das Plenum vorher der Kommission das Votum, die Entscheidung fällen zu können.

Fishbowl Diskussion:

erweiterte Podiumsdiskussion, bei dem einige (oder alle) Plätze des „Podiums“ rotieren und von Teilnehmenden/Zuhörenden eingenommen werden. Ist wesentlich kommunikativer und partizipativer als Podiumsdiskussion. Nachteil: manche bleiben einfach sitzen, nehmen (zu) viel Raum ein…

Redelisten: Prinzipiell ein gutes Mittel gegen Dominantes Redeverhalten. Im Idealfall kann ggf. auch schon das bewusstsein darüber zu Veränderungen führen: Führen von Redelisten kann die Redelistenführenden selbst von der Beteiligung an der Diskussion ablenken. Rollenaufteilung muss hier reflektiert werden.

Moderation: Kann sinnvolles Mittel zur Strukturierung der Diskussion sein, Diskussion “auf Trab” halten (zum Beispiel Sessionplanung). Neutralitaet ist aber nicht immer gegeben. Bei einer Diskussion ohne Moderator_in besteht auch die Gefahr, dass eine_r implizit (freiwillig oder unfreiwillig) zur Moderator_in wird.

OpenSpace

Open Space (englisch für „geöffneter“, „offener“ oder auch „weiter Raum“) oder Open Space Technology ist eine Methode der Großgruppenmoderation zur Strukturierung von Konferenzen. Sie eignet sich für Gruppen von etwa 50 bis 2000 Teilnehmern. Charakteristisch ist die inhaltliche und formale Offenheit: Die Teilnehmer geben eigene Themen ins Plenum und gestalten dazu je eine Arbeitsgruppe. In dieser werden mögliche Projekte erarbeitet. Die Ergebnisse werden am Schluss gesammelt. Wichtig ist eine Infrastruktur, die die Umsetzung der entstandenen Projektideen organisiert, denn Open Space kann in kurzer Zeit eine große Vielfalt von konkreten Maßnahmen produzieren.

Blitzlichtrunden/Feedbackrunden

Entscheidungsfindung

  • basisdemokratische Abstimmung
  • Konsensentscheidungen: alle müssen einverstanden sein, es wird so lange diskutiert, bis alle zufrieden/überzeugt/überredet sind. Kann langwierig sein. Funktioniert eher mit kleinen Gruppen.
  • Vetorecht
  • Wahl eines/einer Delegierten mit Entscheidungsbefugnis
  • Losen: Vielleicht geeignet zur Alternativenwahl, Reihenfolgen bestimmen, Aufgaben verteilen

Dokumentation mit Etherpads und Blogs

(von Session-Teilnehmenden gemeinsam live unter http://yourpart.eu/p/gc13dokusession dokumentiert.)

Etherpads

  • Mit Etherpads lässt sich zusammen ein Text zusammentragen
  • Es lassen sich dabei Namen eintragen
  • Farben an und ausschalten

Etherpads sind frei benutzbar

Beispiele von Etherpads:

  • http://yourpart.eu
  • http://piratenpad.de -> piratenpad bietet auch an, mit account übersicht über eigene pads zu bewahren, andere etherpads bieten diese Möglichkeit oft nicht. (Vorschlag dazu: Liste von Pads in Textdatei anlegen.)

Beispiel einer Kollaboration:

12 Leute transkribierten eine rede von Christian Wulff

Muss nicht erst extra gespeichert werden, Etherpads (beispiel yourpart) speichert nebenbei. (Auf dem Rechner wird nichts gespeichert, ) –> Anfällig für Vandalismus, aber Zwischenergebnisse können wiederhergestellt werden: Etherpads bieten die Möglichkeit, anhand einer Timeline zu zeigen wann etwas geschrieben wurde. Darüber lassen sich frühere Versionen wiederherstellen, dies soll erleichtert werden mithilfe des Speichern oder Sternchen-Symbol (in yourpart) dies ermöglicht bessere Sprungpunkte in der Timeline.

In der Regel sind Etherpads öffentlich, für alle, die den Link haben. Hat eins allerdings einen Account bei z.B. Piratenpad, lassen sich die Pads mit Passwort versehen.

Leider zum dauerhaften Speichern geeignet, Server kann down sein, Anbieter löscht pads. (siehe piratenpad weiter oben) -> eher als Arbeitsplattform nutzen.

Pads lassen sich auch exportieren, und das in das gewünschte Format. (z.B. PDF oder Dokuwiki.)

! Hinweis !

Beim Piratenpad werden mittlerweile Pads nach 30 Tagen gelöscht, sollte in der Zeit darin nichts geschrieben worden sein.

Zwei Verschiedene Versionen von Pads: “normal” und Lite (Anhand Beispiel Piratenpad, Yourpart ist bereits als default lite.) -> Lite bedeutet in dem Zusammenhang schlankerer Code, aber bereits mit mehr Funktionen, wie z.B. Einbetten des Pads:

Lesetipp zur Vertiefung: Handout zum kollaborativen Schreiben mit Etherpads

Blogs

Daher lieber Blogs nutzen zum dauerhaften Speichern nutzen.

Beispiel Gendercamp 2010 – 2012: Blogbeiträge wurden in Posterous gespeichert, einfach da Beitrag via Email einsenden -> Posterous wurde aber leider eingestellt.

Bloghostbespiel:

WordPress

  • WordPress.com Allerdings auch nur extern geshostet
  • Sicherheit nur über Blog gehostet auf eigenem Webspace, bzw. eigene Domain, die später Flexibilität beim Umzug zu anderen Provider oder Webspace bietet, z.B. WordPress.org
  • WordPress lässt sich nach eigenen Wünschen anpassen und dann hochladen.
  • WordPress.com bietet Kauf von Domain an, so dass das Blog später auch umgezogen werden kann gehostet ist.
  • (Selbstgehostete) Blogs lassen sich auch vom Design her recht einfach anpassen mittels Themes (Beispiel WordPress)

Blogspot

Nach Anmelden im Blog lässt sich das Blog im “Dashboard”/Backend bearbeiten und verwalten. (In Session gezeigt anhand Beispiel WordPress)

Beitragserstellung lässt sich automatisieren über zB ifttt.com (=if this, then that) Beispiel Artikelerstellung Gendercampdokublog via Email -> in IFTTT lassen sich “Rezepte” erstellen welche Ketten auslösen wie z.B.: WENN neuer Blogartikel DANN neuer Tweet.

Anmeldung GenderCamp 2013 und Umzug des GenderCamp-Doku-Blogs

Liebe GenderCamper_innen!

Das #GenderCamp 2013 wird vom 9.-12. Mai 2013 stattfinden. Ab Freitag, den 22. März, 15 Uhr wird die Anmeldung dazu unter http://www.abc-huell.de möglich sein.

Dieses Doku-Blog ist umgezogen auf http://blog.gendercamp.de, da Posterous zu Ende April den Betrieb einstellt.

Wenn ihr auf dem Laufenden bleiben wollt, gibt es außerdem folgende Möglichkeiten: