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#GenderCamp 2013 | Save the date…

Für das #GenderCamp 2013 wurde im ABC wieder das verlängerte Himmelfahrtswochenende reserviert: den 9.-12. Mai 2013 dürft ihr schon mal gerne in eure Kalender eintragen…

Wenn ihr auf dem Laufenden bleiben wollt nutzt folgende Möglichkeiten:

#GenderCamp 2012 – Übersicht über alle Sessions (ultimate hopefully complete edition)

Zeit

Donnerstag

Freitag

Samstag

Sonntag

8:30- 9:30

 

Frühstück

Frühstück

Frühstück

09:30- 10:45

 

9:30 Sessionplanung 1 

10:00 Sessionplanung 2

10:00 Sessionplanung 3

11:00- 11:45

 

Awareness Session

* “Dominantes Redeverhalten reflektieren… mit einer dominanten Rednerin” (in zwei Gruppen)

Sessions

* Feministische Netzpolitik

* Essen aus feministischer Perspektive

* Uaah, Reden

Sessions

* Speziezismus aus intersektionaler Perspektive

* BDSM und Feminismus (FLT*-Session)

12:00- 12:45

 

Awareness Sessions (Fortsetzung)

Sessions

* Justiz und Machtstrukturen

* Asexualität und Abstufungen

* Was ist eigentlich mit dem Heiraten? / (Wie) geht Ehe feministisch?

* Kinder und so (auf politischen Bildungsveranstaltungen) 

Sessions

* BDSM und Feminismus (für alle)

* Bildungsarbeit virtuell: Moderierte Plena über IRC-Chat

* Alternativen zu visuellen Awareness-Tools / barrierefreiere Methoden

* „weibliche“ Arbeit im Netz

13:00- 14:30

 

Mittagessen/Pause

Mittagessen/Pause

Mittagessen

14:30- 15:15

Ankommen/Einchecken

Sessions

* Reflexion feministischer Projekte im Netz

* Polizei und Sexismus

* #hackerflausch- kommune

* Noch ein Schnittchen? Körperformen und Dickenfeindlichkeit

Sessions

* Hierarchien im Netz

* Code Year Session

* Wie das was wir sind, (nicht) damit zusammenhängt, wer wir sind, und was das für Beziehungen+Diskurse im Internet bedeutet.

Sessions:

* Pro-feministische Männergruppe?

* Kinder auf dem Camp

 

Abschlussplenum:

15:30- 16:15

eat ALL the cake

(Kaffee und Kuchen)

Sessions

* Marginalisierte Positionen 1 – Mainstream und subkulturelle Vertreter_innen-Strukturen

* stressfreie Textkommunikation und effektive Trollbek&au
ml;mpfung

* Netzwerktreffen: bloggenüber Elternthemen / Kinder im Netz …

Sessions

* „Ich bin keine Feminist_in, aber…“

* Digitales Identitätsmanagement: wo bin ich wer im Netz – politische und praktische Perspektiven

* Empowerment: wie bist du zum bloggen gekommen (wie ist das politisch nutzbar?)

Ergebnisse und Feedback

Ausblick, und dabei: eat ALL the cake

(Kaffee und Kuchen)

16:15- 16:45

Brainstorming, Wandzeitungen lesen, Leseecke nutzen, erste Ideen anpinnen

eat ALL the cake

(Kaffee und Kuchen)

 

eat ALL the cake

(Kaffee und Kuchen)

Abreise

16:45- 17:30

Plenum:

Sessions

* Marginalisierte Positionen 2 – Umgang mit Derailing

* Irgendwas mit Ponys – Geschlechterbilder und Werte

* Spiritualität und Gender/Queer

* Bagger-Haarspangen

Sessions

* Weibliche Charaktere in Serien und Film

* Synthetische Kultur

* Safer Spaces und verantwortlicheres Miteinander im Netz

 

17:45- 18:30

Begrüßung, KURZVorstellung, Infos, Kinder(betreuung), Orgateam, -strukturen, Zine, Planungen Transparenz, Geschichte, Awareness, KURZVorstellung

Sessions

* Fanfiction & CO – queere Praxis oder unpolitischer Spaß

* Frauen und Arbeit

* feministische Aktivismus in nichtfeministischen Geek/MINT-Spaces

* Notwendigkeit von und Kritik an „Bubbles“ (Revolution statt Seif
enblasen)

* Podcasting

* Buttons / Stitching

* Logik vs. Dialektik

Sessions

* Fanfiction und Feminismus/Queer

* Strategisches Einsetzen von Memen

* Pen&Paper- Rollenspiele erklärt

* Synthetische Kultur

 

18:45- 20:00

Abendessen

Abendessen

Abendessen

 

20:00- 21:00

Kennenlernen bis max. 21 Uhr 30

Plenum

Plenum

 

21:00-zzZZ

21:30 GenderBar-Anti-Stammtisch im Speisesaal

Abendspass, Chillen, Feuer, Sauna usw.

 

Rollenspielsession*

Abendspass

 

 

Rollenspielsession*

 

 

Elternsein im Netz

(Verspätetes Protokoll, weil anwesende Kinder nicht wollten, dass es sofort verschickt wird, und dann auch nicht gleich geschafft und so.)

Nach Diskussion von der Handhabung eigener Texte und Fotos von Kinderaktivitäten auf Facebook, Instagram, Twitter und co wurde vor allem über Elternsein und Bloggen gesprochen…

Wahrnehmung der Elternblog-Szene:

  • Europäisches Elternblog-Paradigma: Vereinbarkeit, Probleme, …
  • amerikanisch-englischsprachiges Elternblog-Paradigma Was kann ich für coole Sachen mit meinen Kindern machen, Spielanregungen, Attachment parenting
  • viele Mütterblogs, wenig Väterblogs?
  • im deutschsprachigen Raum zu wenig Reflexion über die Standorte von denen Mütter/Leute mit Kind schreiben (Fragen: Zeit für Elternschaft/‘Stoffwindeln’, Ausschlüsse nach Identitätskategorien…auch in der Wahrnehmung, z.B. Eltern o Kinder mit besonderen Begabungen), dafür: attachement, windelfrei, …
  • Kinder und Internet? Kindergerechtes Internet

Elternblog-Linkliste

Feministische deutschsprachige Elternblogs:

http://feministmum.wordpress.com/ (aus Österreich)http://fuckermothers.wordpress.com/http://gluecklichscheitern.wordpress.com/http://unsichtbares.wordpress.com/http://woetzel-herber.de

Feministische englischsprachige Elternblogs:

http://bluemilk.wordpress.com/ (aus Australien)http://www.raisingmyboychick.com/http://mymilkspilt.wordpress.com/http://msleetobe.wordpress.com/ (canadian/korean)

Natürliches Baby, Windelfrei und Co.

http://www.draussenkinder.net/http://ecobabes.wordpress.com/

Eltern-Kind-Tagebuchblogs

http://blog.franziskript.de/http://herrundfraumueller.wordpress.com/http://mama007.wordpress.com/

mehr…

  • diestandart.at
  • shutthefuckupparents
  • franziskript
  • babykram und windelkacke
  • feministmum
  • alphamoms
  • bluemilk

Themen, die interessieren:

feministischen, aktivistisches MutterseinSeiten für Kinder im Netz (eigene Session machen?)

beim Bloggen:

Wie können Themen gebündelt werden, wie kann Vernetzung stattfindenRückmeldung und Kommunikation fehlt. Viele lesen passiv, aber Feedback fehlt, was schade ist.Projekt, das cool wäre: Mulit-User feministisches Elternblog, um Auffindbarkeit zu verbessernWie kann ich bloggen übers feministische Eltern-Sein, ohne über meine Kinder hinweg zu entscheiden?Wie ist das für mein Kind, wenn später nichts im Netz über sie zu finden ist?* contra: Datenschutz für später: wenn aus Fotos schon Daten genommen werden und zurückverfolgter sind? Also: Was sind die Risiken, wenn man im Netz groß wird?* Verstrickung mit anderen Themen, wenn man über Elternschaft schreibt – wie groß ist die Differenz? Verliert man dann die Leserinnenschaft?* Liest/Schreibt man eh nur das, was einen selbst bestätigt?* Mehr Verlinkung – ist aber aufwendig und: wer machts?etherpad für die Sammlung von elternblogs: https://kritzel.kleinrot.net/p/elternblogs

„Ich bin keine Feministin, aber …“

* Vorstellung einer Masterarbeit
* Fragestellung
* Entstehung des Grundgesetzes im parlamentarischen Rat: Prozess des
Artikels zur Geschlechtergleichheit; Lächerlichmachung im
parlamentarischen Rat
* Alltagserfahrung Gespräche über Sexismus und Feminismus,
Barrieren, Reizwörter (Patriarchat)
* => Abwertung feministischer Positionen in Diskursen
* Anderer Aspekt: Junge Frauen die sich als nicht-feministisch
positionieren
* Unverständlich aus einer Eigennutzperspektive
* Überlegung: Besteht Zusammenhang zwischen diesen beiden Punkten
(Abwertung und Abwicklung)
* Nicht Thema sind antifeministische Akteure
* Theoretiker_innen und Konzepte
* Abwertung
* Diskursanalyse (Wie darüber in überregionalen Zeitungen
gesprochen wird) aus den 1990er Jahren von Simon Möller „political
correctness“ und „sexual correctness“ (sexual correctness ist
Unterkategorie von political correctness, Bereich sexuelle
Belästigung); These: Impulse dezidiert antifeministischer Akteur_innen,
die von Medien unkritisch übernommen werden. Diese Übernahme und
Verbreitung ist das eigentliche Problem. Beispiel: College hat sich ein
sc-Regelset entwickelt (ähnlich zu heutiger Defmacht), das von Medien
als aufoktroyiertes, faschistisches System verhandelt wird. Alle großen
überregionalen Magazine übernehmen diese Positionierung.
* Susan Faludi: Backlash-Theorie; Widerstände gegen Feminismus
treten in Wellen auf, und zwar als Reaktion auf den gesellschaftlichen
Stand von Frauenbewegungen. Diese Widerstände haben das Potential,
Frauenbewegungen ernsthaft einzudämmen. Beispiele: Verbreitung
antifeministischer Mythen wie jenes, dass Frauen unter Feminismus
leiden; homogenisierende Darstellung von Feminismus. Popkulturelle
Analyse. Kritik wirft dem Ansatz eine Vereinfachung gesellschaftlicher
Kämpfe und Machtverhältnisse vor.
* Abwicklung
* Angela McRobbie: Top Girls; Feminismus wird musealisiert,
archiviert – „undoing“. Aktuell neuer, neoliberaler Geschlechervertrag:
Dank feministischer Fortschritte können Frauen an der Gesellschaft
teilhaben, allerdings nur über Erwerbsarbeit und Konsum, über Leistung.
Weitere Bedingung: Auf Feminismus verzichten. Die politischen
Errungenschaften aus der Vergangenheit werden teilweise übernommen,
aber vom politischen Hintergrund (Feminismus) bereinigt; Betrachtung,
dass Errungenschaften auch wieder verloren gehen („ironischer
Sexismus“, antirassistische Errungenschaften: white washing);
Postfeministische Störungen (Esskrankheiten, Depressionen): „Es scheint
im Moment verlockender für Frauen zu sein, krank zu sein, statt
Feministin“; Homosexualität ist zwar möglich, verschwindet aber aus dem
offenen vorgestellten Möglichkeitenkatalog.
* Arbeit
* Genannte Konzepte scheinen gut geeignet um individuelle Ablehnung
von Feminismus zu erklären
* Konzepte sind alle aus den 1990ern, Netz, Slutwalks, LaDIY-Feste
kommen nicht vor
* Optimistische Sicht?
* Diskussion
* Equalismus ist sanfter Antifeminismus
* Offene Verbote sind verschwunden (Wahl, Universitäten)
* Grenzen sind unsichtbarer geworden (Verteilung von
Reproduktionsarbeit, Kinderbetreuung, wer arbeitet weiter, wer macht
Karriere)
* Stereotype Repräsentation von Feminismus ist wichtiger Bestandteil
der Abwertung von Feminismus
* Geschichte von Frauenbewegungen ist nicht präsent, wird nicht erzählt
* Sexismus zu erkennen muss erlernt werden
* Feminismus als tendenziell linke Form der Gesellschaftskritik, die
vielleicht nicht für alle interessant ist
* Einzelne Aspekte die (auch) Frauen zugute kommen werden als
feministisch bezeichnet (Straw topic): „Grundrente“

Strategisches Einsetzen von Memen

Protokoll einer informellen/ungeplanten Session zu kreativem Reagieren auf sogenannte Kackscheiße und Empowerment durch Lachen mithilfe von visuellen Medien 
(vorkommende Bilder werden beschrieben)

Samstag 19.05. ABC Haupthaus
ca. 8/9 Personen

- Kompensieren von Erlebnissen, die mit diskriminierenden Strukturen in Verbindung stehen, durch gemeinsames Betrachten von Tier(baby)-Fotos/Filmen bzw. GIFs http://de.wikipedia.org/wiki/Graphics_Interchange_Format deren Quelle das Internet darstellt.

- beim Sammeln der persönlichen Tier-Meme-Lieblingen, erweckte vor allem ein GIF Aufmerksamkeit, das vor Ort auf einem Smartphone präsentiert wurde:
die “dafuqqqq-Eule”.

Bild 1
Dafuqqqqq1
Bild 2
Dafuqqqqq2

Zentral ist die Körperbewegung einer Eule, die auf eine Bewegung vor ihr reagiert, indem sie sich aufrichtet (mit einer Verlagerung auf ihre linke Körperhälfte) und den Blick nach unten richtet.
Bevor sie diese Bewegung ausführt sitzt sie mit geradeaus gerichtetem Blick da. Es wurde die Bildunterschrift “o look at that”/”Oh sieh mal” in den unteren Bildteil hinzugefügt. 
In dem Moment, in dem sich vor ihr eine Tür aus Holzlatten beginnt, auf sie zu zubewegen, wechselt der Untertitel auf “da fuqqqq?”

“da fuqqqq?” ist eine Ableitung des Ausrufs “What the fuck?”/”Was soll die Scheiße?”

Das komplette Video, aus dem der Ausschnitt stammt: [youtube http://www.youtube.com/watch?v=EXFlnlrk2zg?wmode=transparent]

Geschichte zum dafuq-Meme (englisch): http://knowyourmeme.com/memes/dafuq

Es wurde festgestellt, dass der Ausruf “da fuqqqq?” geeignet erscheint, um in Situationen zu intervenieren, wenn etwas an Personen herangetragen wird, das überrumpelnd und/oder verletzend ankommt.

Dieses Meme könnte bei Kommunikation im Netz und jenseits davon Anwendungsmöglichkeiten finden.
So zum Beispiel als Möglichkeit, nach einem Vortrag das Filmchen jederzeit kurz einmalig einspielen zu können, wenn es zu bedenklichen Nachfragen aus dem Publikum kommt.

Momente der Ratlosigkeit könnten mithilfe dieser Strategie überwunden werden, in dem eine Aussage mit Hilfe der dafuqqqq-Eule als negativ bewertet wird, ohne dass die ratlose Person selbst etwas sagen muss. 

Allein das Sagen oder Schreiben von “dafuqqqq” könnte genügen, um Ablehnung einer Äußerung gegenüber deutlich zu machen, ohne sofort eine strukturierte Erklärung parat haben zu müssen. 

Nicht dokumentiert: Austausch über Erfahrungen, in denen die Anwesenden die dafuqqqq-Eule gerne strategisch eingesetzt hätten.

Benennen weiterer Bilder (3 Stück), die bei Reflektion einer Situation und dem kritisch-kreativen Reagieren als hilfreich angesehen wurden:
Zwei Figuren, bei denen es vor allem um dominantes Redeverhalten (vgl. Dokumentationen zu Sessions über dominantes Redeverhalten) geht

1) Comment-Man / Kommentar-Mann
Bild 3
Comment-man

Eine aus wenigen Strichen gezeichnete Figur auf der linken Bildseite, steht lächelnd und mit in die Hüfte gestützten Händen da.
Rechts daneben drei Spiegelstriche:
1. Spiegelstrich:  “Knows more on every subject than you do” (Weiß zu jedem Thema mehr als du)

2. Spiegelstrich: “Armed with superior depth of experience” (Bewaffnet mit überlegener Fülle an Erfahrung)

3. Spiegelstrich: “Not afraid to say so” (Hat keine Angst, es zu sagen)

unter den Spiegelstrichen steht in bunter Schrift:
“he is…” (er ist…)
“COMMENT MAN!!!!!” (Kommentar-Mann!!!!!)

Interpretierbar als ein Superheld mit dominanten Redeverhalten als seine Superkraft.

2) Comment-Man 2:
Bild4
As-fast-as-i-can

Eine Landschaft mit zwei Hügeln über die von links nach rechts eine mit wenigen Strichen gezeichnete Figur fliegt. Sie hat den Mund geöffnet und hält in der rechten Hand eine lose Computertastatur und in der linken eine lose Computer-Maus an ihrem Kabel.

In der oberen rechten Bildhälfte steht:
“no shitty comments?!” (keine beschissenen Kommentare?!)
“i’ll be there as fast as i can!” (Ich komme so schnell ich kann!)

Hier kommt der Superheld schnell angeflogen, um der Abwesenheit von beschissenen Kommentaren (im Netz) Abhilfe zu schaffen.

3) The Guy who doesn’t get it / Der Typ, der’s nicht versteht
Bild 5
The-guy-who-doesnt-get-it

Die Überschrift “The Guy who doesn’t get it”  (Der Typ, der’s nicht versteht) steht zweimal unterstrichen über die gesamte Breite des Bildes geschrieben.
Darunter, auf der linken Bildhälfte, eine aus wenigen Strichen gemalte Figur, die steht und bei der ein Arm nach oben und ein Arm nach unten zeigt. Sie hat den Mund geöffnet.
In der rechten Bildhälfte auf Kopfhöhe der Figur steht:
“get WHAT?” (Versteht WAS?)
“what is there to get?” (Was gibt es da zu verstehen?)

Session “Umgang mit schwierigen Marginalisierten-Vertreter_innen” I

Gender Camp 17.05.2012 Session 15:45

marginalisierte Personen, die in mainstreammedien hervorgehoben werden; andere Vertreter:innen marginalisierter Gruppen kommen dann nicht mehr zu Wort
2-3 Beispiele, Welche Strukturen stehen dahinter?

Beispiele:
Necla Kelek & Seyran Ateş

– Positionen gegen das muslimische Patriarchat

Debatte: EInbürgerungstest -> damals wurden diese beiden auch von linken Medien gehypt
Argumente z.B. S.A.: Männer, die gesicherten Aufenthalt in D haben und ihre Frauen schlagen, sollen aufenthaltsrechtliche Sanktionen erfahren

Unterdrückung muslimische Frauen (z.B. häusliche Gewalt) Leitthema -> keine Differenzierung findet statt

rufen d. Staat an gegen muslimische Männer und machen Fronten auf, differenzieren nicht, pauschale Unterstellung: Muslime unterdrücken Frauen
einfache Erzählungen

Peter Tatchell (http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Tatchell)
Menschenrechts- und Gay Rights-Aktivist
Mitglied von Outrage (queere Direct Action-Gruppe)
selbstbez. Antirassist
merkwürdige Sachen:
war anläßlich der Mohammed-Karrikaturen zusammen mit rechten Leuten auf Pro-Redefreiheit-Demo
Gleichsetzung von Muslime = homophob, weiße westliche Menschen = aufgeklärt und freundlich zu nicht-hetero-Menschen, andere Länder = unterdrücken Homosexuelle
besetzt das Feld, in dem gesprochen wird; z.B. afrikanische LBGT-Aktivist_innen werden dann nicht mehr gehört

Jan Feddersen
Kolumnist u.a. bei der taz, vertreten im überregionalen CSD-Magazin
schreibt z.b. über migrantische Gewalt gegen schwule Männer
personell verbunden mit der Magnus-Hirschfeld-Stiftung (genauere Verbindung zur MHS wäre noch herauszubekommen), er taucht in Verbindung mit der MHS seit deren Gründung auf
Magnus-Hirschfeld-Stiftung wurde massiv finanziell unterstützt, während queer studies-Studiengang in Hamburg geschlossen wurde
MHS bezieht sich überhaupt nicht auf Geschichte von trans* und inter*
Schreibt zu vielen Themen, u.a. zu Themen, bei denen er keine Ahnung hat, darf sich sehr breit äußern
auch F. macht Fronten zwischen homosexuellen Deutschen und Migrant_innen auf, bezieht sich dabei auf Kelek und Ateş; bezieht sich auf bereits in der Fragestellung rassistische Studien

es wird nicht mitgedacht, wie die Situation in D ist; deutsche Homophobie wird unter den Teppich gekehrt

Was haben solche Menschen davon, solche Positionen zu vertreten?
– bekommen Aufmerksamkeit
– finanzielle Vorteile (schreiben z.B. Bücher, die sich gut verkaufen)
– sprechen für marginalisierte Personen, die marginalisierten Gruppen sind viel vielfältiger, andere Stimmen erhalten aber keinen Raum, weil es diese Vertreter_innen gibt
– u.a. Förderung von kleinen, radikal(er)en Gruppen Marginalisierter fällt zugunsten größerer, dem Mainstream näherer Gruppen weg

Beispiele:
LSVD vs. GLADT
LSVD hat angefangen, Ressort zu Migration aufzubauen, wurde sehr viel mehr unterstützt (auch finanziell) als GLADT

neben Finanzen:
- wer darf was sagen?
- wer wird wahrgenommen?
- wer wird zu Veranstaltungen als speaker eingeladen / als Sachverständige_r gefragt?

LSBTI* steht drauf, es sind aber oft nur Lesben und Schwule drin

Tokenism: eine marginalisierte Person wird als Botschafter_in für alle ihrer_seiner Gruppe behandelt

Warum werden kleine Verbände nicht gehört? Eine Lösung wäre, daß große Verbände Kompetenzen von kleineren Gruppen abfragen bzw. sich verbünden; dem stehen aber Macht- und finanzielle Interessen entgegen

Staat gibt Gelder, Verbände schicken Vertreter_in, sich dazu zu äußern – WANN darf J.F. für deutsche Schwule sprechen, wann wird er selbst im deutschen Mainstream nicht gehört?
Interesse beim Einbürgerungstest: Migrant_innen deutsche Staatsbürgerschaft zu verwehren
genau in der Zeit, wo diese Stimmen für den Staat aktuell sind, werden Leuten wie J.F. eine Stimme erteilt
“Frauen schützen” wird gerne dann genommen, wenn rassistische Praktiken installiert werden sollen

Literaturempfehlung
Koray Yılmaz-Günay (Hg.): Karriere eines konstruierten Gegensatzes: zehn Jahre “Muslime versus Schwule”
Bestellbar über seine Website:
http://www.yilmaz-gunay.de/

Programmieren Lernen (JavaScript) mit Codecademy/Codeyear

Samstag 19.05.12 14:30 Uhr
@ Sp@ghettihaus großer PC-Raum
mit 6 Personen

Idee: direkt an die Rechner setzen und entweder Codecademy bzw. davon das Projekt Codeyear kennenlernen oder an dem bereits begonnenen Lesson-Plan von Codeyear weiterarbeiten.

Hintergrund: Codecademy ist eine Plattform, die den Anspruch hat, niedrigschwellig einen Einstieg zum Erlernen der Programmiersprache JavaScript zu ermöglichen. Zu Beginn des Jahres 2012 startete Codeyear mit dem Ziel am Ende eine interaktive Webseite bauen zu können (Mit einem Mix an Kenntnissen von JavaScript, HTML und CSS).

Vorkenntnisse: keine Programmierkenntnisse – dafür Englisch-Kenntnisse nötig

Wie komm ich da hin?

codeacademy.com

–> oben rechts “Learn”
–> “Code Year”

Tipps innerhalb der Session für andere Orte, sich mit dem Erlernen von Programmiersprache zu beschäftigen:

- fiona lernt programmieren – http://fionalerntprogrammieren.wordpress.com/

- project euler http://projecteuler.net/

Weitere Tipps für gute Programmier-Lern-Einstiege gerne in den Kommentaren ergänzen! 

Wer mag, auch gespickt mit eigenen Erfahrungen mit Codecademy/CodeYear oder anderen Programmier-Lern-Angeboten.

Asexualität und ihre Abstufungen

Zunächst nannten alle Teilnehmer_innen kurz ihre Motivation bzw. ihr Interesse, an dieser Session teilzunehmen. Dies wurde auf Wunsch aller nicht protokolliert.

 

Allgemeine Aussagen dieser Einführungsrunde waren, dass Asexualität

-         vielen Menschen zwar als Begriff bekannt ist, aber näheres Wissen darüber fehlt

-         gesellschaftlich "unter den Tisch gekehrt" wird, weil es fast nie Erwähnung findet

-         selbst in queeren Räumen / Zusammenhängen kein Thema ist

-         kein dauerhafter Zustand sein muss, sondern mensch sich auch über längeren Zeitraum mal sexuell, mal nicht sexuell fühlen kann

 

Es fielen auch Begriffe wie "demisexuell" (= "halb/zum Teil sexuell begehrend") oder "grey-A" (quasi: "Graustufen der Asexualität"), die zu den Abstufungen gehören. Diese sind nachzulesen unter http://www.asex-wiki.de/index.php/Demisexuell und http://www.asexuality.org/wiki/index.php?title=Gray-A [englisch].

 

Es kam die Frage auf, was genau "Sex" denn überhaupt sei und wo dieser anfinge:

-         gibt gewisse gesellschaftliche Vorstellung davon, die auch über Filme etc. verbreitet wird

-         "gehört halt dazu" (besonders in Bezug aufs monogame Zweierbeziehungsmodell)

-         leichter Körperkontakt (z. B. vertrautes Anlehnen) impliziert oft, dass es zu mehr führen kann oder gar soll

-         Begriff "Begehren" ebenfalls schwer definierbar

 

Unsicherheiten bezüglich der Kommunikation

-         was ok ist beim Sex und was nicht, da oft automatisch "A zu B zu C zu…" führt

-         ab welchem Punkt eine Person nicht/nie weitermachen will und wie das erklärt werden kann

-> gibt z. B.  Menschen, die gerne kuscheln und küssen, aber keinen Kontakt mit Geschlechtsorganen haben möchten

 

Begriff "a-romantisch" fiel: Menschen, die sich auch nicht romantisch (im Gegensatz zum "stärkeren" sexuell) zu anderen Personen hingezogen fühlen (siehe auch: http://www.asex-wiki.de/index.php/Aromantik)

 

Herkunft des Wortes "asexuell" wurde kurz erklärt:

-         asexuell bedeutet NICHT "nicht sexuell" (manche Asexuelle können trotzdem sexuell erregt/aktiv sein), sondern "kein Geschlecht (= keine Person) sexuell begehrend"

-         analog zu

o       "heterosexuell = das (von sich selbst) verschiedene Geschlecht sexuell begehrend"

o       "homosexuell = das (sich selbst) gleiche Geschlecht sexuell begehrend"

o       bisexuell = "beide/zwei Geschlechter sexuell begehrend"

-         (diese Begriffe gehen immer von einer Geschlechterbinarität aus; andere Identitäten fallen leider hinten runter)

 

Es folgten verschiedene Meinungsäußerungen zum Umfeld:

-         geäußerte Asexualität / Selbst-Identifizierung als Asexuelle_r wird in bestimmten Umfeldern ("Bubbles") akzeptiert, beim Verlassen dieser jedoch sofort abgesprochen als etwas, das "doch gar nicht ginge / existiere"

-         Sexhaben ("wer mit wem und wie vielen wie oft") sei für einige etwas, worüber sie sich identifizieren und was als "Statussymbol" gehandhabt wird

-         in manchen Gruppen / Räumen kann Asexualität die eigene "default"-Anahme sein, um den eigenen Umgang miteinander zu erleichtern – dies kann aber auch falsch verstanden werden

-         eigenes Umfeld lässt oft (unbedacht) sexuell konnotierte Bemerkungen fallen, weil "sexuell sein / Sex haben" einfach als Grundannahme unausgesprochen im Raum steht; Beispiele:

o       "Du hast es gut, du hast ja eine_n Freund_in! Ich will auch endlich mal wieder Sex haben."

o       "Wie, ihr könnt euch nicht auf einen Film einigen? Mir würden da eh gaaanz andere Sachen einfallen, wie ich Zeit mit meine_r/m Freund_in verbringe."

-         Sexualität ist nur Thema, wenn es gewünscht bzw. aktiv gelebt wird; fehlendes Bewusstsein, dass mensch keinen Sex haben wollen könnte

-         Asexualität als Begriff ein "Nichts" / ein "Nicht-Akt", daher schwer, über dieses "Nichts" zu reden (wenige sagen "übrigens, ich bin nicht sexuell / habe keinen Sex")

-         Sexualität / sexuelles Vorgehen = Norm, anderes fällt hinten runter

 

Zuletzt noch mal Meinungsäußerungen zum Umgang mit Asexualität in romantischen Beziehungen:

-         Aussagen wie "wenn du keinen Sex willst, hab halt keinen" sind problematisch, da "eine Beziehung mit anderen haben" automatisch Sex impliziert und keinen Sex haben zu wollen oft Beziehung scheitern lässt

-         romantische Beziehungsmodelle schließen nahezu immer Sex mit ein, gibt kaum andere (sichtbare) Modelle

-         dadurch oft unfreiwilliger Verzicht auf "mehr" (nämlich gesamte Beziehung), wenn Person eigentlich einfach nur keinen Sex haben will

 

Sessionende, es
wurden noch weiterführende Informationsstellen genannt (direkt in der Session oder in Gesprächen hinterher):

-         Zine (ausliegend im Leseraum, leider nicht online): "Wer A sagt muss nicht B sagen"

-         dazugehörige Webseite: http://asexyqueer.blogsport.de/ (mit Terminen und vielen weiteren Infos)

-         Asex-Wiki: http://www.asex-wiki.de/index.php/Hauptseite

-         Asex-Forum: http://www.asexuality.org/de/

-         AVEN (Asexual Visibility and Education Network): http://www.asexuality.org/home/ [englisch]

-         Blogeintrag: "Bi-asexuell? Wie geht das denn?" http://www.bisexualitaet.org/bi-asexuell-wie-geht-das-denn-04092011.html